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TK: Immer mehr Patienten erkranken an gefährlichen KlinikkeimenPressemitteilung vom 27.7.2011
Auch in Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der mit dem gefährlichen Klinikkeim MRSA infizierten Patienten. Darauf weist heute die Techniker Krankenkasse(TK) in Sachsen-Anhalt hin und beruft sich dabei auf Auswertungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Seit 2009 sind die MRSA-Erkrankungen dort meldepflichtig, für Sachsen-Anhalt sind aktuell 64 Fälle gemeldet. (Die Abkürzung MRSA steht für Methiciliin resistenter Staphylococcus aureus.) Die TK sieht deshalb unbedingten und schnellen Handlungsbedarf. Sie begrüßt in diesem Zusammenhang das verabschiedete Gesetz zur Klinikhygiene. Allerdings gehen ihr die darin festgelegten Bestimmungen nicht weit genug. Die Kasse hat einen eigenen Zehn-Punkte-Katalog vorgelegt, indem sie zusätzliche Maßnahmen für eine verbesserte Krankenhaushygiene fordert. So besteht die TK unter anderem auf eine generelle Meldepflicht aller im Krankenhaus erworbenen Infektionen, die auf einen multiresistenten Erreger (MRE) zurückzuführen sind. Weiterhin fordert die TK, dass eine Voruntersuchung bei Risikopatienten wie Heimbewohnern oder immungeschwächten Patienten auf diese Keime, im Gesetz verankert wird. Zusätzliche Erfolgschancen bei der Bekämpfung der gefährlichen Krankenhauserreger sieht die TK in der engen Zusammenarbeit von niedergelassenen und stationär tätigen Ärzten im Rahmen eines gemeinsamen regionalen MRE-Managements. "Die Patienten haben ein Recht auf effizientes Hygienemanagement in den Krankenhäusern. Es kann nicht sein, dass in Deutschland auf höchstem medizinischen Niveau Krankheiten behandelt werden, aber der Hygienestandard vernachlässigt wird", so Jens Hennicke, Leiter der TK Landesvertretung in Sachsen-Anhalt. Die meisten Infektionen werden über die Hände übertragen. Deswegen sind gründliches Händewaschen und die Händedesinfektion Grundvoraussetzung für eine anständige Hygiene im Krankenhaus. Um dem gerecht zu werden, wurde 2008 die bundesweite "Aktion Saubere Hände" ins Leben gerufen. Die TK ist seitdem Partner dieses Aktionsbündnisses. Während sich bundesweit immer mehr Kliniken dieser Aktion anschließen, beteiligen sich von 50 Häusern in Sachsen-Anhalt bisher nur 16. "Von allen Krankenhäusern in Magdeburg beteiligt sich bisher nur das Universitätsklinikum in diesem Bündnis. "Das ist sehr bedauerlich und zeigt, dass der Krankenhaushygiene hierzulande noch mehr Aufmerksamkeit als bisher gewidmet werden muss", kommentiert Jens Hennicke die geringe Teilnahme hierzulande.
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