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Sieben von zehn Pflegebedürftigen in Sachsen-Anhalt werden zu Hause betreutPressemitteilung vom 27.4.2011
Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt werden pflegebedürftig. Waren 2001 noch 69.500 Menschen als Pflegefall eingestuft, sind es jetzt bereits 11.000 Fälle mehr als damals. Demnach beträgt der Anteil der Pflegebedürftigen an der Bevölkerung hierzulande 3,3 Prozent. Darauf weist die Techniker Krankenkasse in Sachsen-Anhalt hin und beruft sich dabei auf aktuelle Pflegestatistiken von Bund und Ländern. Von den 81.000 Menschen, die in Sachsen-Anhalt einer Pflege bedürfen, werden mehr als 55.000 ambulant versorgt. Davon erhielten knapp 35.000 Betroffene ausschließlich Pflegegeld. Das bedeutet, dass sie zu Hause durch Familienangehörige oder Bekannte betreut werden. "Erfreulich ist, dass mehr Menschen in ihrer häuslichen Umgebung betreut werden als in den Heimen. So tragen gewohnte soziale Kontakte und vertraute Umgebung zur längeren Selbstständigkeit der Betroffenen bei" so Jens Hennicke, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen-Anhalt. Hennicke ergänzt weiter: "Die Arbeit der pflegenden Angehörigen jedoch ist psychisch sowie physisch enorm belastend und verdient auf jeden Fall höherer gesellschaftlicher Beachtung. Deshalb begrüßen wir den Ansatz des Bundesgesundheitsministers, dass die Stärkung der Rechte von pflegenden Angehörigen, durch verschiedene Optionen und Angebote, zu den wichtigsten Aufgaben der neuen Pflegereform zählen". Die TK verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass schon jetzt für Pflegepersonen bis zu vier Wochen je Kalenderjahr eine Auszeit, etwa für einen Urlaub möglich ist. Die Kassen übernehmen für eine Ersatzpflege maximal Kosten in Höhe von rund 1.510 Euro.
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