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NetzWerk psychische Gesundheit - TK stellt neues Versorgungskonzept vorPressemitteilung vom 28.4.2011
Rund 69.000 Krankenhausaufenthalte verzeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) im Jahr 2010, in 3.000 Fällen handelte es sich um Patienten mit Depressionen, Schizophrenien oder Persönlichkeitsstörungen. Das sind 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Rechnet man die TK-Daten auf die Hamburger Gesamtbevölkerung hoch, ergeben sich rund 19.000 stationäre Aufenthalte aufgrund dieser psychischen Diagnosen - Klinikaufenthalte, die sich zum großen Teil vermeiden ließen, wenn Patienten angemessen ambulant betreut würden. Auch bei den Krankschreibungen gab es 2010 eine Steigerung von mehr als 12 Prozent im Vergleich zu 2009. Im Durchschnitt war jeder bei der TK versicherte Beschäftigte knapp drei Tage aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben. Das sind 44 Prozent mehr als im Bundesgebiet. Damit belegt Hamburg im Bundesvergleich Platz eins. "Zu Hause statt in der Klinik. Das ist ein wesentliches Merkmal unseres neuen Konzeptes, das die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Hamburg verbessern soll", beschreibt Angelika Schwabe, Leiterin der Landesvertretung Hamburg der Techniker Krankenkasse (TK) das Angebot "NetzWerk psychische Gesundheit", das bei einem Expertengespräch Vertretern aus unterschiedlichen Gesundheitsbereichen vorgestellt wurde. "Ein ambulantes Netzwerk, das Patienten insbesondere in Krisensituationen auffängt, fehlt auch in einer Metropole wie Hamburg", so Schwabe. Im "Netzwerk psychische Gesundheit" (NWpG) kümmern sich erstmals sozial- und gemeindepsychiatrische, ambulante und stationäre Anbieter integriert um die Patienten. Alle therapeutischen Elemente werden von einer zentralen Stelle koordiniert. Ziel des Netzwerks ist, Patienten und deren Angehörigen so weit wie möglich so zu unterstützen, dass sie trotz ihrer psychischen Erkrankung im gewohnten familiären, beruflichen und sozialen Umfeld bleiben können. Damit können zugleich die Verweildauer im Krankenhaus gesenkt und die Wiederaufnahme vermieden werden. Zu den Angeboten des Netzwerks gehören unter anderem ein persönlicher Ansprechpartner, eine 24-stündige Krisenintervention, bei Bedarf Hausbesuche sowie ein Rückzugsraum in einer Krisenpension. Selbstverständlich sind auch Krankenhausbehandlungen Teil des Angebotsspektrums des NWpG. "Wir rechnen damit, dass sich im Laufe des ersten Jahres rund 900 TK-versicherte Patienten einschreiben werden. Das ist jeder fünfte, der die medizinischen Voraussetzungen zur Teilnahme am NetzWerk psychische Gesundheit erfüllt. Wir wünschen uns, dass sich viele Krankenkassen diesem Konzept anschließen, um gemeinsam Menschen in seelischen Notsituationen zu unterstützen", so Schwabe weiter. Das "NetzWerk psychische Gesundheit" startet in Hamburg am 1. Juli 2011.
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