Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen

Techniker Krankenkasse

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22305 Hamburg

"Let´s get loud": Lärmende Laubsauger im Herbst


Pressemitteilung vom 29.9.2011
Von wegen "Goldener Herbst": Es brummt, lärmt und dröhnt wieder in Privatgärten, auf öffentlichen Straßen, Plätzen oder Grünanlagen. Wenn im Herbst die Blätter fallen, kommen die quälenden Laubsauger wieder verstärkt zum Einsatz. "Der Schallpegel eines Laubsaugers liegt bei über 100 Dezibel (dB) und ist vergleichbar mit einem Presslufthammer", erklärt Ulrike Fieback von der Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen. "Bereits ab 85 dB können dauerhafte Hörschäden entstehen. Der Lärm beeinträchtigt ferner die Lebensqualität und die Wohnsituation", so Fieback weiter.

Rund 70 Prozent der Bevölkerung fühlen sich häufig oder andauernd durch Lärm belästigt. Hauptverursacher von Lärm ist zwar der Straßenverkehr, aber auch Nachbarschafts,-, Gewerbe- oder Freizeitlärm - zu dem die Laubsauger zählen - tragen zur Gesamtlärmbelastung bei. Dauerlärm führt zu psychischem Stress und kann zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Aggressionen und verminderter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit führen. Zudem kann der Blutdruck steigen sowie die Gefahr eines Herzinfarktes entstehen.

Die TK empfiehlt, auf lärmende Laubsauger und- bläser zu verzichten. Als umweltfreundliche Alternative können Rechen, Harke und Schaufel zum Einsatz kommen. Die körperliche Aktivität an der frischen Luft und der damit verbundene Kalorienverbrauch steigert – gerade in unserer bewegungsarmen Zeit - das Wohlbefinden, ohne Lärm zu verursachen.

Die Menschen stört meist nur der Lärm, für die Tierwelt können Laubsauger- und bläser aber verhängnisvoll sein. Wenn das Laub radikal entsorgt wird, verschwinden auch Kleinstlebewesen, die unter anderem für die Vogelwelt wichtig sind. Unter Bäumen und Sträuchern sollte das Laub liegen gelassen werden, da es den Tieren Lebensraum bietet. Laub ist kein Abfall- sondern ein Recyclingprodukt der Natur.

Rund 2.000 Tonnen Herbstlaub "erntet" die Stadt Hannover auf ihren Grünflächen jedes Jahr im Herbst, bei der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) sind es zusätzlich rund 1.500 Tonnen Laub. Beide Einrichtungen arbeiten mit Laubbläsern, um die welken Blättermassen zu entsorgen. "Die Personalkosten sind wesentlich höher als der Einsatz der Laubsauger", so Klaus Helmer, Pressesprecher der Stadt Hannover zu der Frage, warum es im Stadtgebiet so viele lärmende Laubsauger gibt. "Als Folge der Personaleinsparungen müssen wir auf technische Geräte umsteigen", so Helmer weiter.

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