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Krebs-Früherkennung: Männer bleiben VorsorgemuffelPressemitteilung vom 24.6.2011
Männer bleiben Vorsorgemuffel: Nur jeder vierte Mann in Sachsen-Anhalt über 45 Jahren (28 Prozent) war im vergangenen Jahr bei der Krebs-Früherkennung. Damit sind die Männer hierzulande etwas besser als im Bundesdurchschnitt, wonach nur 26 Prozent die Untersuchungsmöglichkeit wahrnehmen. Ab diesem Alter haben Männer Anspruch auf die jährliche Untersuchung, die von den Krankenkassen bezahlt wird. Dagegen lassen sich immerhin sechs von zehn Frauen (61 Prozent) regelmäßig durchchecken. Das teilt heute die Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen-Anhalt mit und beruft sich dabei auf Auswertungen ihrer Versichertendaten. Frauen können ab 20 Jahren einmal jährlich zu der kostenlosen Untersuchung zu ihrem Frauenarzt gehen. Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa Männer nach den Gründen gefragt, aus denen sie die Krebs-Früherkennung meiden. Das Ergebnis: Sechs von zehn Befragten (61 Prozent) gaben an, dass sie nur zum Arzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Knapp vier von zehn Männern (39 Prozent) meiden die Untersuchung, weil sie ihnen unangenehm ist. Und fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkrankungen auseinandersetzen möchte (32 Prozent) oder sich noch keine Gedanken über Früherkennung gemacht hat (29 Prozent). Jens Hennicke, Leiter der Landesvertretung der TK sieht diese Einstellungen kritisch: "Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto größer sind die Heilungschancen bei vielen Erkrankungen." So kann der Krebs-Check Leben retten: Bei Männern untersucht der Arzt neben der Haut und den äußeren Genitalien vor allem die Prostata. Mit rund 65.000 Neuerkrankungen im Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Über 12.000 von ihnen sterben daran. Und gerade bei Prostatakrebs lohnt sich die Früherkennung: "Wenn der Tumor bei der Krebs-Früherkennung in einem frühen Stadium entdeckt wird, sind die Heilungschancen sehr gut", argumentiert Hennicke weiter.
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