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Deutlicher Anstieg bei psychisch bedingten FrührentenPressemitteilung vom 30.9.2011
Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt beenden wegen psychischer Probleme vorzeitig ihr Berufsleben. Im vergangenen Jahr gingen nach Angaben der Techniker Krankenkasse 1959 Einwohner aus diesem Grund in Frührente. 2008 schieden aus diesem Grund 1404 Menschen vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Das ist eine Steigerung von über 39 Prozent. Der Anteil psychisch bedingter Frühverrentungen innerhalb der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit betrug 2010 hierzulande 29 Prozent. Die TK bezieht sich auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung. Bei den Frauen war fast jede dritte Frühverrentung psychisch bedingt (1058 von 2922) und bei den Männern ging fast jeder Vierte wegen psychischen Problemen früher in Rente (901 von 3760). Das Durchschnittsalter bei vorzeitigem Rentenbeginn aufgrund dieser Diagnose lag hierzulande bei 48 Jahren. Der aktuelle TK-Gesundheitsreport registriert bei den Beschäftigten in Sachsen-Anhalt einen Anstieg der Fehlzeiten wegen psychischer Störungen in den letzten fünf Jahren um knapp 60 Prozent. Statistisch gesehen war im Jahr 2010 jede bei der TK versicherte Erwerbspersonen in Sachsen-Anhalt fast zwei Tage wegen Depressionen, Neurosen oder Belastungsstörungen arbeitsunfähig. "Arbeitsleben und Privatsphäre fließen immer mehr ineinander", so Jens Hennicke, Leiter der Landesvertretung der TK in Sachsen-Anhalt. Die Folgen sind nicht selten stressbedingte Diagnosen wie etwa das sogenannte Burnout-Syndrom.
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