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Vom Herz zur Seele: Berufstätige mit Vorhofflimmern leiden doppelt so häufig unter DepressionenPressemitteilung vom 18.2.2011
Vorhofflimmern kommt meist nicht allein und nimmt an Bedeutung zu – mehr als 1 Million Deutsche sind betroffen, Stress wird mit als auslösender Faktor diskutiert. Eine Analyse der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK zeigt nun: Berufstätige Menschen unter 60 Jahren leiden doppelt so häufig unter einer Depression, wenn gleichzeitig oder später Vorhofflimmern festgestellt wird. Vorhofflimmern bleibt häufig unerkannt und kommt selten allein: Die Erkrankung lässt die Vorhöfe des Herzens mit hoher Frequenz schlagen - anfallsweise oder ständig - und kann sich hinter Begleiterkrankungen verbergen: Die Patienten klagen über Müdigkeit, Schwindel, Schmerzen in der Brust, Angstzustände, Depression. Kommt das Vorhofflimmern nur anfallsartig vor oder äußert es sich nicht in Herzrasen, bemerken die Betroffenen oft nichts davon und klagen häufig nur über andere Symptome – für den Arzt beginnt eine mühevolle Spurensuche. Je nach Altersgruppe sind derzeit zwischen 1 und 2 % der Deutschen an Vorhofflimmern erkrankt, bis zur Mitte des Jahrhunderts wird eine Verdoppelung erwartet. Schon heute sind 22.000 Schlaganfälle in Deutschland auf Vorhofflimmern zurückzuführen. Experten diskutieren über verschiedene Auslöser für Vorhofflimmern, Stress spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Analyse der SBK zeigt nun: Vor allem bei Menschen, die unter 60 Jahre alt und berufstätig sind, ist eine deutliche Verbindung zwischen Vorhofflimmern und Depression zu erkennen. Während ansonsten bei den 50- bis 60jährigen 7 % der Menschen eine Depression erleiden, sind es in der gleichen Altersgruppe mit Vorhofflimmern 14 % - jeder Siebte und damit doppelt so viele. Für die Analyse hat die SBK Diagnosen ihrer Versicherten anonym ausgewertet. Diese Auswertung zeigt eine weitere Auffälligkeit: „Herzinsuffizienz“ wie Mediziner die Herzschwäche, also eine nachlassende Pumpleistung des Herzens nennen, ist eher eine Alterserscheinung - bei Menschen unter 60 Jahren kommt dies im Verhältnis von 1:100 vor. Zusammen mit Vorhofflimmern ist jedoch jeder Sechste (16 %) von Herzinsuffizienz betroffen; das Risiko ist also rechnerisch um das 16fache erhöht.
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