Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen

SBK

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80339 München

Unerklärlicher Fusionszwang bei Krankenkassen: Sind mitten in der Wirtschaftskrise deren Lehren schon vergessen?


Pressemitteilung vom 23.9.2009
Beharrliche Forderungen aus der Politik haben nach Ansicht der SBK in der Öffentlichkeit einen rational nicht nachvollziehbaren Fusionszwang bei den gesetzlichen Krankenkassen ausgelöst. Offenbar habe man mitten in der größten Wirtschaftskrise seit Kriegsende deren Lehren schon wieder vergessen.

„Fusionen um ihrer selbst willen waren schon immer Unsinn und sind in der Vergangenheit vielfach gescheitert. Aber spätestens die Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass schiere Größe allein kein Garant für den Erfolg ist.“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der Siemens-Betriebkrankenkasse SBK. Das hatten viele Verbraucher in den vergangenen Monaten am eigenen Leib verspürt: So hätten manche Großbanken in den vergangenen Jahren Kunden damit umworben, dass den international agierenden Geldhäusern die Zukunft gehöre und der klassische Sparbuchkunde eine bedauernswerte Spezies sei. „Und heute sind viele froh um ihre Volksbank oder Sparkasse am Heimatort“, so Unterhuber.

Neben Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Politiker von einer notwendigen Reduzierung der Zahl der Krankenkassen auf maximal 30 bis 50 oder sogar von einer Einheitskasse gesprochen. Nach Einschätzung der SBK ist das eine rein politisch motivierte Aussage, fernab von ökonomischem Sachverstand und ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Versicherten. SBK-Chef Unterhuber: „Dieses Gerede hat immerhin einen völlig unerklärlichen Fusionszwang unter den gesetzlichen Kassen ausgelöst – mit schierer Größe als Ziel.“ Dabei seien Fusionen durchaus erstrebenswert, wenn die Partner zueinander passen und sich Vorteile für die Versicherten erzielen lassen.“ Unterhuber: „Bloß von Vorteilen zu reden nützt aber nichts. Wenn Fusionen keinen Nutzen und nur Kosten bringen, zahlen die Versicherte die Zeche.“

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