Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen

SBK

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Patienten stellen ambulanten OPs Bestnoten aus


Pressemitteilung vom 17.5.2010
Wenn schon OP, dann gerne wieder ambulant, das sagen neun von zehn Patienten. Der Landesverband ambulantes Operieren in Bayern und die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK möchten die ambulante Behandlung daher besser fördern. Dabei soll die Meinung der Patienten noch mehr im Mittelpunkt stehen.

Niemand legt sich wirklich gerne auf den OP-Tisch, aber der Satz „Ich muss mich operieren lassen“ hat seinen Schrecken längst verloren. Ambulante Operationen sind sogar „beliebt“ bei den Patienten: So sagen inzwischen über 90 % der Patienten, die sich ambulant in einem der Vertragshäuser der SBK haben operieren lassen, dass sie sich dort auf jeden Fall wieder behandeln lassen würden. Denn zahlreiche Krankenkassen haben vielfach Verträge mit ambulant operierenden Ärzten geschlossen.

Dabei genießen immer mehr Menschen vor allem persönliche Vorteile: Die OP geht schnell, es ist kein Klinikaufenthalt nötig und man kann sich zu Hause in der gewohnten Umgebung erholen. Hinzu kommt: Vorgespräch, Operation, Koordinierung und Nachsorge werden aus einer Hand von einem Facharzt durchgeführt bzw. gesteuert. Es kommen innovative, minimalinvasive Operationsverfahren nach definierten Qualitätsstandards (z.B. definierte Behandlungspfade, umfassende Ergebnismessung) zum Einsatz. Alle operierenden Ärzte sind Spezialisten mit nachweisbarer langjähriger Erfahrung und Qualifikation. Den Kunden ist außerdem eine schnelle Terminvergabe ohne lange Wartezeiten garantiert. Und: Die Verträge für ambulante Operationen sehen Patientenbefragungen vor und nach den OPs vor.

Einer speziellen finanziellen Förderung hochqualitativ arbeitender Operateure steht allerdings das derzeitige Honorarsystem der Ärzte entgegen. Die Anfang 2009 in Kraft getretene Honorarordnung legt deutschlandweit und ohne Rücksicht auf ein unterschiedliches Qualitätsniveau gleiche Honorare für ärztliche Leistungen fest. „Alles wird auf einem gleichen Niveau festgeschrieben. Ärzte, die generell mehr in Qualität investieren, werden nicht besser gestellt“, so Dr. Stefan Weber, Leiter Leistung, Versorgung, Versicherung bei der SBK. Das sieht auch Dr. Axel Neumann, Präsident des Bundesverbandes für ambulantes Operieren, so. Viele ambulante Operateure hätten sich schon seit Jahren einem umfassenden Qualitätssicherungssystem unterworfen. „Wir bekommen aber in der Regelversorgung genauso viel wie Ärzte, die dies nicht tun. Das kann nicht sein.“

LAOB und SBK wollen daher einen neuen Weg gehen: Die Partner schlagen vor, in der ärztlichen Gesamtvergütung 3 % der Summe für Projekte bereit zu stellen, bei denen die Qualitätsanforderungen an die ärztliche Versorgung über Anforderungen der Regelversorgung hinausgehen. Und zwar generell für hochqualitative und innovative Medizin, unter anderem ambulante Operationen.

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