Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen

Knappschaft


44781 Bochum

Knappschaft plant auch 2012 ohne Zusatzbeitrag


Pressemitteilung vom 28.10.2011
Bochum. Die Knappschaft plant im vierten Jahr in Folge auch für 2012 keinen Zusatzbeitrag. Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS), der auf der heutigen Vertreterversammlung verabschiedet wurde, sieht einen solchen Beitrag nicht vor. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse und der bekannten Datenlage konnte der Vorstand der Vertreterversammlung einen Haushaltsplan 2012 ohne Zusatzbeitrag zur Feststellung vorlegen.
Das Ausgabevolumen der Knappschaft-Bahn-See beträgt im nächsten Haushaltsjahr 42,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Ansatz für das laufende Jahr von 1,3 Milliarden Euro bzw. 3,2 Prozent. Der Zuwachs, so der Erste Direktor Dr. Georg Greve, sei vor allem mit dem erfreulich starken Anstieg des Versichertenbestandes der Knappschaft zu erklären. Mit aktuell 1,75 Millionen Versicherten ist die Knappschaft die viertgrößte bundesweit tätige Krankenkasse Deutschlands. Zuletzt hatte sie vor 18 Jahren so viele Versicherte.
Der Versichertenzuwachs zeige, dass die Knappschaft im Bereich der Kundenorientierung auf Erfolgskurs sei, betonte Greve. Dies bestätigen erneut die Ergebnisse des aktuellen Kundenmonitor 2011. Hier liegt die Knappschaft bei den wichtigen Befragungsergebnissen in den Bereichen Leistungsumfang, Preis-Leistungsverhältnis oder Weiterempfehlungsbereitschaft jeweils vor allen bewerteten Krankenkassen auf Platz 1.
Im Bereich der Rehabilitation verzeichnet die KBS einen leichten Anstieg der Anträge. Bis August erhöhten sich die Anträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent auf 70.538. Die Bewilligungen gehen gegenüber den Anträgen zurück. In diesem Zusammenhang weist KBS Direktor Ulrich Pott auf den Zielkonflikt zwischen wachsendem Reha-Bedarf einerseits und dem begrenzten Rehabilitationsbudget andererseits hin. Durch den demografischen Wandel und aufgrund der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre wachsen mehr Arbeitnehmer in die rehabilitationsintensiven Jahrgänge. Das Rehabilitationsbudget hingegen wird allein entsprechend der Entwicklung der durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer fortgeschrieben. KBS Direktor Ulrich Pott hält deshalb die Fortschreibung des Rehabilitationsbudgets um eine demografische Komponente für erforderlich. Nur so können, wie bisher, auch zukünftig die notwendigen Rehabilitationsleistungen für Versicherte bedarfsgerecht erbracht werden.
Im Bereich der Rentenversicherung steht bei den Rentenanträgen die Kundenorientierung im Vordergrund. Neben einer zügigen Bearbeitung verfolgt die Rentenversicherung das Ziel, die Verständlichkeit ihrer Rentenbescheide weiter zu verbessern.

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