Pressemitteilung vom 4.5.2011
Das von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler initiierte neue Arzneimittelgesetz entfaltet seine Wirkung. Nach Auswertungen der KKH-Allianz Arzneimitteldaten ist das erste Quartal 2011 positiv für die Krankenkasse verlaufen. Obwohl von Januar bis März 6,4 Prozent mehr Rezepte je Versicherten als im Vorjahreszeitraum abgegeben wurden, sind die Arzneimittelausgaben der KKH-Allianz nur um 0,9 Prozent je Versicherten gestiegen. Dies ist vor allem auf die Erhöhung des Herstellerrabattes von sechs auf 16 Prozent zurückzuführen. Die KKH-Allianz konnte dadurch fast 7,8 Millionen Euro einsparen. Auch die Einführung des Preismoratoriums hat die KKH-Allianz in den ersten drei Monaten um rund 1,4 Millionen Euro entlastet. Zusätzlich hat sich die Anhebung des Apotheken-Rabattes von 1,75 auf 2,05 Euro mit zirka 1,2 Millionen Euro bemerkbar gemacht. Ohne die gesamten begrenzenden Maßnahmen wären die Kosten in den ersten drei Monaten bei der KKH-Allianz um 7,2 Prozent gestiegen.
Für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung bedeuten die neuen Regelungen Einsparungen in Höhe von 390 Millionen Euro. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, so Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz. „In den vergangenen Jahren sind die Kosten im Arzneimittelbereich unaufhaltsam gestiegen. Wie unsere Daten belegen, wurden mit dem Arzneisparpaket endlich Instrumente implementiert, die diesen Trend zumindest vorübergehend stoppen.“ Allerdings sei es für eine grundsätzliche Entwarnung an der Arzneimittelfront noch zu früh. „Hier bleibt abzuwarten, ob die mit der letzten Gesetzesänderung neu gefassten Regeln für die Zulassung von Arzneimitteln dauerhaft kostensenkend wirken“, so der Kassenchef.