Pressemitteilung vom 20.10.2011
Laut der Deutschen Rentenversicherung gehen immer mehr Männer und Frauen wegen psychischer Erkrankungen vorzeitig in den Ruhestand. Auch die KKH-Allianz stellt fest, dass in der Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen die stationären Klinikaufenthalte wegen seelischer Krankheiten gestiegen sind. So sind zwischen 2004 und 2010 bei den Männern 82 Prozent mehr Krankenhausbehandlungen erfolgt, bei den Frauen waren es im selben Zeitraum rund 70 Prozent mehr. Damit liegt diese Altersgruppe bei beiden Geschlechtern deutlich über dem Durchschnitt von 49 Prozent. Den gesetzlichen Krankenkassen entstehen dadurch immer höhere Kosten in diesem Bereich. Im vergangenen Jahr hat die KKH-Allianz rund 72 Millionen Euro für stationäre Behandlungen psychischer Erkrankungen ausgegeben, davon allein rund 15 Millionen Euro für die 50- bis 60-Jährigen.
Der KKH-Allianz ist es ein besonderes Anliegen, neben Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen auch vorbeugende Maßnahmen zu optimieren. Daher hat sie ihren Innovationspreis für Früherkennung und Prävention in diesem Jahr im Bereich psychischer Erkrankungen ausgeschrieben. Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Die innovativen Arbeiten der ersten drei Preisträger werden an diesem Freitag, 21. Oktober 2011 im Rahmen des 10. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung in Köln ausgezeichnet.