Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen

KKH-Allianz

Karl-Wiechert-Allee 61
30625 Hannover

Neues Behandlungsprogramm zum chronischen Rückenschmerz in Berlin


Pressemitteilung vom 18.4.2011
Von Rückenschmerz geplagte Patienten werden künftig in Berlin noch besser versorgt. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin hat zusammen mit der KKH-Allianz ein interdisziplinäres Behandlungsprogramm zur Versorgung von Patienten mit chronischem Rückenschmerz geschlossen. Alle Versicherten der KKH-Allianz mit chronisch wiederkehrenden Rückenschmerzen können sich ab sofort in diesen neuen Vertrag einschreiben. Voraussetzung ist, dass sie volljährig und mit dieser Diagnose aktuell seit mindestens 14 Tagen krank geschrieben sind sowie einen grundsätzlichen Anspruch auf Krankengeld haben.

„Die Entwicklung des Versorgungsprogramms zum akuten Rückenschmerz vor zwei Jahren hat gezeigt, dass es auch einen Bedarf an vertragsärztlich koordinierter interdisziplinärer Versorgung von chronischen Rückenschmerzen gibt. Auf Grundlage der Nationalen VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz hat die KV Berlin gemeinsam mit der KKH-Allianz auch für chronische Rückenschmerzen einen speziellen Versorgungsvertrag entwickelt“, erklärt die Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, Dr. Angelika Prehn. „Natürlich hoffen wir, dass dieses Versorgungskonzept auch möglichst bald den Versicherten anderer Krankenkassen offen steht“, so Prehn weiter.

Betroffene Patienten müssen bereit sein, sich aktiv an der Behandlung zu beteiligen. Zusätzlich zu den in der Nationalen VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz empfohlenen Maßnahmen zur Diagnostik und Therapie werden den Teilnehmern des Vertrages ergänzende Angebote gemacht. „Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sollen von diesem Vertrag gezielt profitieren. Wir hoffen, mit dem interdisziplinären Behandlungsprogramm die Versorgung der Patienten soweit zu verbessern, dass die Erwerbsfähigkeit wiederhergestellt und auch langfristig erhalten bleibt“, fasst Burkhard Bratzke, Vorstandsmitglied der KV Berlin, die Zielset-zung des Vertrages zusammen.

„Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten und teuersten Behandlungsanlässen der ambulanten und rehabilitativen Versorgung“, betont Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz. „Den gesetzlichen Krankenkassen entstehen jährlich Kosten in Höhe von rund 7,1 Mrd. Euro für die Folgen von Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen sowie anderen Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen. Neben einer verbesserten Versorgungsqualität wollen wir auch Effizienzreserven erschließen“, erklärt Kailuweit die Motivation der KKH-Allianz für diesen Vertrag.

Bei dem Versorgungsvertrag zwischen der KV Berlin und der KKH-Allianz handelt es sich um einen Vertrag auf Grundlage des Paragraphen 73c SGB V. Die Patienten schreiben sich bei einem teilnehmenden koordinierenden Arzt ein und werden bedarfsgerecht an mitbehandelnde Ärzte und/oder Psychologische Psychotherapeuten überwiesen. Der koordinierende Arzt steht ihnen als fester Ansprechpartner für die gesamte Behandlungsdauer zur Verfügung. Zudem profitieren die Teilnehmer von einer kurzfristigen Terminvergabe und der regelmäßigen Überprüfung des Behandlungserfolgs. Bei Bedarf wird die Behandlung entsprechend der individuellen Situation angepasst.

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