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Medikamentenbetrug: Viertgrößte bundesweite Kasse fordert bessere Ausstattung der ErmittlungsbehördenPressemitteilung vom 24.2.2011
Die KKH-Allianz fordert angesichts des jetzt öffentlich gewordenen Betruges mit gefälschten HIV-Medikamenten bessere Kontrollen. „Es darf nicht sein, dass Medikamente in einer derartigen Größenordnung unbemerkt aus dem Ausland über die Grenzen kommen“, sagt Dina Michels, Chefermittlerin in Sachen Abrechnungsbetrug bei der viertgrößten bundesweiten Krankenkasse KKH-Allianz. „Außerdem müssen Qualitätskontrollen von Arzneien besser werden, damit gefälschte Beipackzettel wie in diesem Fall und weitere Indizien eher ans Tageslicht kommen“, so Michels weiter. Gleichzeitig spricht sich Michels dafür aus, die Ermittlungsbehörden besser auszustatten, um in derartigen Fällen schneller und gezielter ermitteln zu können. „Gerade mit der Pharmabranche handelt es sich um einen sehr komplexen Bereich. Hier müssen entsprechend ausgebildete Experten tätig sein, um die schwarzen Schafe ausfindig zu machen.“ Bei der KKH-Allianz ermittelt ein neunköpfiges Team jährlich in rund 1.000 neuen Fällen des Abrechnungsbetruges. Die Schadenssumme beläuft sich hierbei pro Jahr auf rund eine Million Euro. Insgesamt entstehen durch kriminelles Fehlverhalten nach Schätzungen von Tranparency International jährlich Schäden zwischen sechs und 20 Milliarden Euro.
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