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KKH-Allianz

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30625 Hannover

KKH-Allianz: Autofahrer unterschätzen häufig Wirkung von Medikamenten


Pressemitteilung vom 26.7.2011
Die Koffer sind gepackt, die Tageszeitung abbestellt, der Wagen vollgetankt: Alles ist startklar für die langersehnte Fahrt in den Sommerurlaub. Doch plötzlich tritt Übelkeit auf, der Kopf ist heiß, die Glieder fühlen sich schwer wie Blei an. Schnell werden ein paar Tabletten geschluckt, damit der Reisebeginn nicht ins Wasser fällt. Doch Vorsicht! Nicht nur Alkohol und Drogen schränken die Fahrtüchtigkeit ein. „Auch Medikamente können die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen erheblich beeinträchtigen“, warnt Peter Benninger vom KKH-Allianz Serviceteam in Neustadt an der Weinstraße. „Dazu zählen vor allem Schmerzmittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Medikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes, Erkältungskrankheiten und Allergien sowie Psychopharmaka.“

Laut der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin gehen bis zu sieben Prozent der Verkehrsunfälle in Deutschland auf medikamentenbedingte Fahruntüchtigkeit zurück. Anders als für Alkohol und Drogen am Steuer gibt es für Arzneien keine Grenzwerte. Daher ist jeder Verkehrsteilnehmer aufgefordert, seinen Gesundheitszustand vor Fahrtantritt selbstkritisch einzuschätzen. Denn kommt es zu einem Unfall, der auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen ist, drohen Bußgeld, Fahrverbot und der Verlust des Versicherungsschutzes.

Damit es nicht soweit kommt, sollte vorab unbedingt der Beipackzettel genau gelesen und Warnhinweise darin ernst genommen werden. „Noch besser ist es, einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen“, sagt Peter Benninger. „Denn für den Laien sind insbesondere bei der gleichzeitigen Einnahme mehrerer Präparate Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit nur schwer einschätzbar.“ Wer nach der Einnahme von Arzneimitteln Sehstörungen, Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel oder Übelkeit verspürt, sollte das Auto auf jeden Fall stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Wichtig zu wissen: „Nicht nur rezeptpflichtige Medikamente führen zu Fahruntüchtigkeit, auch frei verkäufliche können tückisch sein“, so Benninger. „Beispielsweise enthalten etliche rezeptfreie Allergie-, Erkältungs- und Beruhigungsmittel Substanzen, die zu Ermüdung führen.“ Grundsätzlich tabu sollte für Verkehrsteilnehmer die Einnahme von Medikamenten in Kombination mit Alkohol sein. Denn Bier, Wein & Co. können die Wirkungen von Arzneien verstärken.

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