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Erste Krankenkasse bezahlt Brustkrebs-TestPressemitteilung vom 15.11.2010
Als erste Krankenkasse Deutschlands übernimmt die hkk seit 10. November die Kosten für den uPA/PAI-1-Test, der vielen an Brustkrebs erkrankten Frauen eine unnötige Chemotherapie erspart. Bisher setzen nur wenige Krankenhäuser den Test regelmäßig ein. Hierzu hat die hkk am 10. November in Bremen einen Versorgungsvertrag mit der Universitätsklinik Halle unterzeichnet, die eines der erfahrensten Fachlabore zur Durchführung des Tests betreibt. Der Test kann nach Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung von fast jedem deutschen Krankenhaus veranlasst werden. Er ermöglicht eine genaue Aussage darüber, ob eine an Brustkrebs erkrankte Frau nach ihrer Operation von einer Chemotherapie profitiert oder nicht. Vielen Betroffenen die Chemotherapie ersparen Jährlich wird bei etwa 58.000 Frauen in Deutschland Brustkrebs diagnostiziert. Weil mit den bisherigen Verfahren keine exakte Prognose möglich ist, wird dem Großteil der Patientinnen, die keinen Lymphknotenbefall im Achselbereich aufweisen („nodal-negativ“), nach einer Brust-krebsoperation die Durchführung einer vorbeugenden Chemotherapie empfohlen. Diese ist mit stark belastenden Nebenwirkungen verbunden. „Tatsächlich ist eine vorbeugende Chemotherapie bei weniger als 50 Prozent der nodal-negativen Patientinnen angezeigt, da die anderen durch die operative Entfernung des Tumors und die Nachbestrahlung der Brust bereits geheilt sind,“ erklärte Prof. Dr. Christoph Thomssen, Direktor der Universitätsklinik Halle, anlässlich der Unterzeichnung des Versorgungsvertrags in Bremen. „Somit kann der uPA/PAI-1-Test bis zu einem Drittel der nodal-negativen Frauen die Chemotherapie ersparen, ohne dass sich das Risiko eines Wiederauftretens der Krankheit erhöht. Hierzu analysiert der Test das Auftreten der Prognosefaktoren uPA/PAI-1, die einen genauen Aufschluss über das Metastasierungsrisiko ermöglichen,“ so der renommierte Experte, der an mehreren Studien zur Bewertung des Tests beteiligt war. Zuverlässigkeit international anerkannt Der Test belastet die Patientinnen nicht, da er an dem Gewebe erfolgt, das sowieso während der Brustkrebsoperation entfernt wurde. Seine Zuverlässigkeit wurde in nationalen und interna-tionalen Studien nachgewiesen. Aus diesem Grund wird er bereits in führenden US-amerikanischen und deutschen Behandlungsleitlinien empfohlen, darunter von der ASCO (American Society of Clinical Oncology) und der AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft). Wirtschaftliche Einbußen für die Kliniken kompensiert Dennoch führen viele deutsche Krankenhäuser den Test bislang aus Kostengründen nicht regelmäßig durch. „Mit der Übernahme der Kosten von rund 400 Euro für die Aufbereitung und den Versand des Gewebes sowie den Test in einem qualifizierten Fachlabor können nun alle Krankenhäuser den Test ohne wirtschaftliche Einbußen durchführen,“ erklärt hkk-Vorstand Michael Lempe die Entscheidung seiner Kasse, den uPA/PAI-1-Test gesondert zu vergüten. „Damit sorgen wir dafür, dass künftig mehr an Brustkrebs erkrankte Frauen vom medizinischen Fortschritt profitieren.“ Die Kostenübernahme durch die hkk kommt natürlich auch denjenigen Krankenhäusern zugute, die den Test schon heute regelmäßig durchführen, wie zum Beispiel das Brustkrebszentrum Bremen Mitte im Klinikverbund Gesundheit Nord. Die Vergütung der hkk erfolgt an das Labor und das teilnehmende Krankenhaus. Eine Erstattung eingereichter Rechnungen von Patientinnen ist nicht möglich. Weitere Informationen: http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_brustkrebs_diagnose_klassifikation,114335.html http://www.mh-hannover.de/upapai-1-test.html http://www.femtelle.de/de/aerzte-laboratorien/ueber-femtelle/vorteile-verbesserte-riskoabschaetzung.php Ansprechpartner für die Presse: hkk Erste Gesundheit, Martinistr. 26, 28195 Bremen; Holm Ay, Pressesprecher, Tel. (0421) 3655-1000; Simone Richter, stellv. Pressesprecherin, Tel. -1001; presse@hkk.de ; www.hkk.de Über die hkk: Die bundesweit geöffnete hkk zählt mit mehr als 335.000 Versicherten zu einer der 40 größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) verlieh ihr als einer von nur fünf Krankenkassen das Finanzkraft-Urteil "sehr gut"; für die Beitragsstabilität sogar Rang eins (Focus Money 35/2010). Entsprechend verzichtet die hkk nicht nur bis Ende 2011 auf Zusatzbeiträge, sondern schüttet als einzige Kasse seit 2009 eine Beitragsprämie an ihre Mitglieder aus. Die Höhe beträgt im laufenden Jahr 60 Euro und wird für 2011 noch festgelegt. Zusätzliche Wahltarife und ein Bonusprogramm ermöglichen die weitere Ersparnis von mehreren hundert Euro. Gleichzeitig bescheinigen unabhängige Tests eine hohe Kundenzufriedenheit (Wert 1,77 beim M+M Versichertenbaro-meter 2010; Service-Zertifizierung „gut“ beim TÜV nord). Die hkk gehört zum Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek).
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