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DAK
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20097 Hamburg Trotz Arbeitsstress und Jobabbau: Bankangestellte überdurchschnittlich fit / Alarmsignal: mehr psychische KrankheitenPressemitteilung vom 13.12.2007
Hamburg, 13. Dezember 2007. Mitarbeiter von Banken sind weniger krank als Beschäftigte anderer Branchen. Dies ist um so erstaunlicher, als Bankangestellte besonders vom rasanten Wandel der Dienstleistungsunternehmen betroffen und hoch belastet sind. Dramatisch höher liegt allerdings bei Mitarbeitern in Banken der Anteil psychischer Erkrankungen: Gab es 1998 noch 79 Fehltage pro 100 Versicherte, so waren es 2006 bereits 110 Tage. Dies entspricht einem Anstieg von rund 40 Prozent in acht Jahren. Bei dem allgemein niedrigeren Krankenstand von Bankangestellten ist diese Entwicklung überraschend. In der neuen DAK-Studie zur Gesundheits-Bilanz des Kreditgewerbes wurden 2014 Personen aus dieser Branche zu ihrer Arbeitssituation befragt sowie die Krankmeldungen von 105.000 Angestellten ausgewertet. Die Studie zeigt, dass sich die Arbeitssituation in den vorangegangenen drei Jahren stark verändert hat. Menge, Intensität und Tempo der Arbeitsleistung haben in Banken deutlich zugenommen. Darüber hinaus beschreiben die Befragten wesentlich höhere Anforderungen in Bezug auf Vorgaben wie Verkaufsziele. Auch die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten haben sich nach Einschätzung der Befragten verschlechtert. Bankangestellte ohne Vorgesetztenfunktion geben an, dass die Arbeitsplatzunsicherheit zunimmt. Die Identifikation mit dem Unternehmen nimmt gleichzeitig ab, ebenso das Vertrauen in das Management. Dies überrascht um so mehr, als die persönliche Leistungsbereitschaft gestiegen ist. Der Arbeitsalltag in Banken ist vielfach durch Umstrukturierung und Reorganisation geprägt. Insbesondere Befragte aus privaten Bankinstituten haben mit 73,4 Prozent signifikant häufiger Personal- und Stellenabbau im eigenen Bereich erlebt als Befragte öffentlich-rechtlicher Institute (64 Prozent) oder Genossenschaftsbanken (49 Prozent). Die häufigsten Belastungen sind Arbeitsunterbrechungen (65 Prozent antworten „oft bis sehr oft“) sowie Zeitdruck (49 Prozent). Krankenstand geringer als in anderen Branchen Der Krankenstand in Kredit- und Finanzinstituten lag 2006 mit 2,4 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt aller Branchen mit drei Prozent. In den beiden Vorjahren lag der Krankenstand in Banken noch bei 2,6 Prozent. 2006 war ein Bankangestellter durchschnittlich knapp neun Tage krank. Im Durchschnitt aller Branchen waren es knapp elf Fehltage. Der Krankenstand der weiblichen Mitarbeiterinnen von Banken lag mit 2,8 Prozent klar über dem der Männer mit 2,1 Prozent. Welche Krankheiten haben Bankangestellte? An der Spitze der Fehlzeiten stehen Krankheiten der Atmungsorgane mit 19 Prozent der Ausfalltage. Es folgen Muskel- und Skeletterkrankungen mit 17,4 Prozent. Psychische Krankheiten hatten bei Beschäftigten in Banken 2006 einen Anteil von 12,4 Prozent am Gesamtkrankenstand. Damit lagen sie auf Platz drei der wichtigsten Krankheitsarten. Im Durchschnitt aller Branchen belegten psychische Krankheiten den 4. Rang im Krankheitsspektrum mit zehn Prozent Anteil. Branchenübergreifend stehen Muskel- und Skelett-Erkrankungen aufgrund ihrer langen Dauer (im Schnitt gut 16 Tage) seit Jahren an der Spitze der Krankmeldungen. Dagegen sind Erkrankungen der Atmungsorgane mit durchschnittlich etwas mehr als sechs Tagen Dauer typische Kurzzeiterkrankungen. Auffällig: Bei Beschäftigten in Kredit- und Finanzinstituten kommen Erkrankungen der Atemwege im Vergleich zu anderen Erkrankungen häufiger vor. Jede dritte Erkrankung betrifft die Atemwege. Banken sollten den Gründen dieser Entwicklung nachgehen und die Beschäftigten mit maßgeschneiderten Präventionsstrategien gegen diese Erkrankungen unterstützen rät die DAK. Auf diese Weise lässt sich der Krankenstand weiter günstig beeinflussen. Ein Plus für die Banken: Arbeitszufriedenheit wirkt sich positiv auf den Krankenstand aus. Knapp zwei von drei Beschäftigten sind sehr oder eher zufrieden. Weniger zufrieden sind gut neun Prozent, 2,4 Prozent sind unzufrieden. Die DAK versichert einen Großteil der Beschäftigten in Kredit- und Finanzinstituten. Mehr als 60 Prozent der DAK-Mitglieder in dieser Branche sind Frauen.
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