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20097 Hamburg

„Sommerloch“ bei der Blutspende


Pressemitteilung vom 24.6.2009
DAK warnt vor Engpässen / Landbevölkerung „spendabler“ als Großstädter

Hamburg, 24. Juni 2009. Angesichts der beginnenden Schulferien und Urlaubssaison erwarten Kliniken und Blutspendedienste einen Engpass in der Versorgung mit Blutkonserven. Die DAK appelliert an alle Spender, vor den Ferien noch einmal zum Blutspenden zu gehen. Denn das „Sommerloch“ macht sich bereits bemerkbar: So kann beispielsweise das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf seinen Blutbedarf derzeit nicht mit dem eigenen Spenderstamm decken. „Uns fehlen 100 Blutkonserven pro Woche. Diese müssen wir bei anderen Blutspendediensten einkaufen, die allerdings auch unter dem saisonalen Spendermangel leiden“, beklagt Professor Peter Kühnl, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin. Ohnehin geizen die Menschen in den Großstädten mehr mit ihrem roten Saft. Nur 3,5 Prozent der Hamburger zwischen 18 und 68 Jahren sind aktive Blutspender, im ländlichen Niedersachsen sind es dagegen 6,5 Prozent der Bürger.

Die Schwerkranken müssen auch im Sommer versorgt werden. „Für zahlreiche operative Eingriffe, wie Transplantationen, Herzoperationen und den Einsatz von Hüftprothesen, sowie für die Behandlung vieler Krebspatienten und Unfallopfer benötigen die Kliniken dringend Blutkonserven“, betont DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer.

Aufgrund der demografischen Entwicklung könnte der Blutkonservenmangel gar zum Dauerzustand werden. Einerseits steigt der Blutverbrauch, da manche Operationen zunehmend bis ins hohe Alter noch durchgeführt werden. Andererseits werden auch die Dauerspender immer älter – und ab 68 Jahren dürfen sie selbst bei bester Gesundheit nicht mehr angezapft werden. DAK-Ärztin Pfarrer: „Wir brauchen dringend Nachwuchs. Als Neuspender ist jeder gesunde Erwachsene vom 18. bis 60. Lebensjahr herzlich willkommen.“

Daniela Schmidt, 040 2369 2335 daniela.schmidt@dak.de

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.

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