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DAK

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"Rauchen statt Essen"


Pressemitteilung vom 19.4.2007
DAK stellt neue Studienergebnisse im Rahmen von "Just be smokefree" vor, Deutschlands größtem Rauchstopp-Programm für Jugendliche und junge Erwachsene

Berlin, 19. April 2007. Durchschnittlich 10,5 Zigaretten am Tag, eine Raucherquote von 30 Prozent und mehr als jedes dritte Mädchen raucht, um abzunehmen - das sind die besorgniserregenden Ergebnisse der heute von der DAK vorgestellten Schülerbefragung "Rauchen im Jugendalter: Verbreitung, Gründe und Motivation zum Rauchstopp". Sie wurde im Rahmen des DAK-Rauchstopp-Programms für Jugendliche und junge Erwachsene "Just be smokefree" durchgeführt und liefert erstmals eine differenzierte Betrachtung der Gruppe der jugendlichen Raucher. Rund 1.700 Schülerinnen und Schüler aus zwölf Schulen in Schleswig-Holstein haben an der Befragung teilgenommen.

Die aktuelle, internationale HBSC-Studie weist vergleichbare Ergebnisse auf: Deutschlands Jugendliche sind an der Weltspitze, wenn es um den Tabakkonsum geht!

"Besonders die Ergebnisse unserer Befragung in puncto körperliche Abhängigkeit bereiten uns große Sorge", berichtet Klaus Spörkel, Abteilungsleiter Leistungen und Verträge bei der DAK. "Fast die Hälfte der rauchenden 11- bis 15-Jährigen und der 16- bis 20-Jährigen (45 Prozent) raucht die erste Zigarette bereits innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen." Vor allem die Jungen greifen bereits regelmäßig morgens vor Schulbeginn zum Glimmstängel: So raucht beispielsweise jeder zehnte jugendliche Raucher (11,8 Prozent) die erste Zigarette bereits fünf Minuten nach dem Aufstehen!

Bei den Mädchen beunruhigt die DAK vor allem die Wahrnehmung der eigenen Figur. Mehr als die Hälfte aller Mädchen und fast zwei Drittel der rauchenden Mädchen wünschen sich eine andere Figur. Dabei konnte anhand des ermittelten BMIs nachgewiesen werden, dass 92 Prozent von ihnen normalgewichtig sind. "Bei unserer Befragung gaben 35 Prozent der rauchenden Mädchen außerdem
an, zu rauchen anstatt zu essen", erläutert Spörkel. "Die Vermutung gab es natürlich schon vorher. Doch mit unserer Befragung gibt es erstmals grundlegende Daten zu dieser Problematik." Die DAK reagierte bereits darauf und nahm ausführliche Tipps zu Ernährung und Gewicht in die Website www.justbesmokefree.de auf. Auch unter www.dak.de hat die Kasse umfangreiche Informationen zum Thema jugendgerecht aufbereitet. Weiteres wird folgen.

Die aktuelle Schülerbefragung ermittelte außerdem Daten zum so genannten Raucherprofil: So haben 46 Prozent der rauchenden Schüler auch rauchende Mütter, rund jeder Zweite von ihnen (52 Prozent) auch rauchende Väter. Der deutlichste Zusammenhang besteht jedoch zum Rauchstatus der Freunde: 54 Prozent der rauchenden Schüler haben auch rauchende Freunde, nichtrauchende Schüler nur 13 Prozent.

Ein weiterer Zusammenhang konnte auch zwischen Rauchen und Alkoholkonsum festgestellt werden: Rauchende Schüler geben zu 62 Prozent an, sich im letzten Monat gezielt betrunken zu haben. Bei nicht-rauchenden Schülern trifft dies lediglich in 20 Prozent der Fälle zu.

An die Politik richtet die DAK angesichts dieser Studienergebnisse nochmals den eindringlichen Appell, den Nichtraucherschutz weiter und stärker voranzutreiben - ohne wenn und aber. "Denn je mehr die öffentliche Debatte und der Nichtraucherschutz vorangetrieben werden, desto stärker verändert sich auch das Image des Rauchers. Es ist nicht mehr cool, sich selbst und anderen die Luft zu verpesten," so Spörkel.

Das DAK-Rauchstopp-Programm "Just be smokefree" ist übrigens das Einzige seiner Art und hilft bei einer Entwöhnung in Eigenregie. Selbsttest, Planung der Schritte zum Rauchstopp anhand spezieller Materialien und der Austausch mit anderen Teilnehmern über das Internet stehen dabei im Vordergrund. Rund 11.500 Teilnehmer haben seit 2002 bei "Just be smokefree" mitgemacht, mehr als 83.500-mal wurden Tests zum Rauchverhalten auf der Website durchgeführt. Die Erfolgsquote des Programms liegt bei 12 Prozent.

Die DAK und die Deutsche Krebshilfe sind Initiatoren des Programms, das vom Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) entwickelt wurde. Weiterer Partner ist die Bundesärztekammer.

"Just be smokefree" hat eine eigene Website (www.justbesmokefree.de). Die Teilnahme ist kostenfrei. Für alle, die sich nicht online anmelden, gibt es einen speziellen Anmeldeflyer. Er kann beim IFT-Nord, Düsternbrooker Weg 2, 24105 Kiel bestellt werden.

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.

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