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Pflegereform: Jeder zweite Deutsche hofft auf Verbesserungen


Pressemitteilung vom 26.9.2007
Hamburg, 26. September 2007. Über die Hälfte der Deutschen beurteilt die Situation in den Pflegeheimen zurzeit als schlecht und hofft, dass die Pflegereform von Bundes-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt qualitative Verbesserungen mit sich bringt. Dies ergab ein aktuelles Gesundheitsbarometer* der DAK. Die von Forsa durchgeführte repräsentative Befragung zeigte außerdem, dass sich mehr als ein Drittel der Bevölkerung um seinen Gesundheitszustand im Alter sorgt.

Mehr als die Hälfte schätzt die Situation in den Pflegeheimen zurzeit als schlecht (46 Prozent) beziehungsweise sehr schlecht (13 Prozent) ein. Die älteren Bürger beurteilen sie etwas besser als die jüngeren. „Wer eigene Erfahrungen gemacht hat, kommt möglicherweise zu einem positiveren Urteil als derjenige, der seine Informationen ausschließlich aus der öffentlichen Debatte bezieht“, vermutet Wilfried Westphal, Pflege-Experte bei der DAK. „Dennoch wird angesichts des Gesamtergebnisses deutlich, dass etwas geschehen muss.“

43 Prozent der Befragten erhoffen sich von der Pflegereform eine qualitative Verbesserung, 14 Prozent höhere finanzielle Leistungen. Eine wohnortnahe Betreuung ist hingegen eher den Älteren wichtig: Rund 20 Prozent der Menschen ab 45 setzten hier ihren Schwerpunkt – von den 18- bis 29-Jährigen waren es nur 13 Prozent. Sie wünschen sich überdurchschnittlich oft zusätzliche Unterstützungsangebote in der Pflege (26 Prozent).

Mehr als ein Drittel sorgt sich in Bezug aufs Älterwerden vor allem um seine Gesundheit. Befragte ab 45 Jahren lagen dabei etwas über dem Durchschnitt. Die Jüngeren, vor allem die 18- bis 29-Jährigen, befürchten demgegenüber um so häufiger eine finanzielle Verschlechterung: 40 Prozent gehen davon aus, dass sie zurückstecken müssen – doppelt so viele, wie unter den Befragten ab 60 Jahren.

Wie sorgen die Deutschen für den Pflegefall vor? Gut zwei Drittel zahlen in die gesetzliche Pflegeversicherung ein, jeder fünfte in die private. Eine


Pflege-Zusatzversicherung haben vor allem die Jüngeren abgeschlossen: 28 Prozent der 18- bis 44-Jährigen wählten diesen Weg, der nur für halb so viele Menschen ab 45 Jahren infrage kam. Von den Älteren gaben jedoch überdurchschnittlich viele an, genug Geld angespart zu haben, über das ihre Pflege finanziert werden kann.
„Ich kann mich ganz auf meine Familie verlassen“, antwortete mehr als ein Drittel der Befragten. Vor allem die 18- bis 29-Jährigen vertrauen auf die Verwandtschaft (42 Prozent). Auch scheint der Zusammenhalt im Osten stärker ausgeprägt zu sein als im Westen: Von den Bewohnern der neuen Bundesländer gehen 41 Prozent davon aus, dass die Familie sie auch als Pflegefall unterstützt. In den alten Bundesländern sind es nur 35 Prozent. „Dass sich ein Großteil auf die Familie verlässt, zeigt, dass Pflege nicht nur die Alten und Kranken angeht. Auch ihr Umfeld ist gefordert“, so Westphal. „Damit betrifft das Thema Pflege einen Großteil der Gesellschaft – umso größer ist die Verantwortung der Politik.“

Die DAK unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mit einem breiten Beratungsangebot: Verschiedene Broschüren informieren über Leistungen der Krankenkasse und unterschiedliche Möglichkeiten in der Häuslichen Pflege, Rechtsfragen und Ansprechpartner bei Problemen. Ein Videofilm und eine DVD geben Pflegenden praktische Tipps. Bei der Wahl des passenden Pflegeheims, einer Altenwohneinrichtung oder einer Einrichtung für betreutes Wohnen im Alter hilft DAK-Versicherten der kostenfreie Service von „Seniorplace“. Alle Materialien und weitere Informationen sind in den DAK-Geschäftsstellen vor Ort erhältlich.


*Dieses DAK-Gesundheitsbarometer ist eine repräsentative Umfrage, die das Forsa-Institut im September 2007 unter 1.016 Personen ab 18 Jahren durchführte.

Kontakt: Maike Nicolai, 040/2396-1965, maike.nicolai@dak.de

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden

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