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Kekse statt Karotten


Pressemitteilung vom 1.9.2009
94 Prozent der Schulkinder essen zu wenig Obst und Gemüse

Hamburg, 01. September 2009. Deutsche Schulkinder essen zu wenig Obst und Gemüse. Das belegt der Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Nur sechs Prozent der sechs - bis 12-jährigen Kinder verzehren die empfohlenen drei Portionen Gemüse pro Tag. Nicht viel besser sieht es beim Obst aus: Gerade einmal 19 Prozent der Kinder essen zwei Stücke Obst täglich. „Diese Zahl ist erschreckend gering“, so DAK-Expertin und Ernährungswissenschaftlerin Silke Willms. „Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass ihre Kinder ausreichend frisches Obst und Gemüse essen. Beides versorgt den kindlichen Organismus mit lebensnotwendigen Nähr- und Ballaststoffen und Vitaminen und macht sie so fit für den anstrengenden Schulalltag.“

Denn lernen kostet Energie. Schulkinder müssen deshalb ihre Reserven immer wieder auffüllen. Aus diesem Grund kommt es nicht nur auf die Menge an, sondern auch auf die Verteilung der Mahlzeiten über den Tag. „Mit dem Frühstück und dem Pausenbrot sollten etwa ein Drittel des Tagesbedarfs an Nährstoffen abgedeckt werden“, erklärt DAK-Expertin Silke Willms. Direkt nach dem Aufstehen bekommen viele Kinder jedoch keinen Bissen hinunter. Diese Kinder brauchen morgens Ruhe und Zeit und sollten wenigstens etwas trinken. Ein Becher warme Milch, warmer Kakao oder Honigmilch schmecken gut und stärken die Kinder für den Tag. Kinder, die Milch nicht mögen oder vertragen, bekommen mit Wasser verdünnten Saft. „Im Winter kann man Traubensaft mit heißem Wasser aufgießen und eine Zimtstange zum Rühren benutzen“, so Silke Willms. „Das löscht den ersten Durst und wärmt den Körper.“ Für Kinder, die morgens nichts essen ist das zweite Frühstück in der Schule dann besonders wichtig.“ Wenn die Energiereserven nicht aufgefüllt werden, leiden viele Schüler unter Konzentrationsschwäche, Unruhe oder Geistesabwesenheit. Ein nicht ausreichendes Frühstück kann sogar zu Lernschwierigkeiten führen. Als Energienachschub für den anspruchsvollen Schulalltag sollten Kinder in den Pausen beispielsweise einen Apfel, ein Stück Gurke oder eine Möhre und ein Käsebrot essen.

Neben der Portion Obst und Gemüse darf nämlich auch das gute alte Pausenbrot nicht fehlen. Es bringt viel Energie und macht aufgrund der vielen Ballaststoffe lange satt. Ein pappiges Brot mit dem immergleichen Belag weckt allerdings nur selten den Appetit. „Mit einem frischen Salatblatt, Gurken- oder Paprikascheiben zwischen den Doppeldeckern bleiben die Brote lecker“, rät Silke Willms. „Butter kann auch mal durch Frischkäse oder Tomatenmark ersetzt werden. Eine Scheibe Käse als zusätzlicher Kalziumlieferant schmeckt nicht nur gut, sondern macht zusätzlich fit.“ Denn auch zu Milch- und Milchprodukten greifen Kinder immer seltener. Jedes vierte Mädchen und jeder zehnte Junge liegt bei der Versorgung mit dem Knochenbaustein Kalzium unter der empfohlenen Menge. „Grundschulkinder benötigen gerade in der Wachstumsphase rund 900 ml Milch. Ein Glas Milch entspricht rund einem Drittel des täglichen Kalziumsbedarfs“, so die DAK-Expertin. „Schulkinder sollten aber lieber reine Vollmilch trinken und auf aromatisierte und stark gesüßte Vanille- oder Erdbeermilch verzichten.“

Kontakt: Michaela Freund-Widder, 040 2396-2335, michaela.freund-widder@dak.de

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.

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