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DAK
Nagelsweg 27 -31
20097 Hamburg Kein FrauenleidenPressemitteilung vom 21.7.2009
Die typisch weibliche Infektion kann auch Männer treffen Hamburg, 21. Juli 2009. Eigentlich ist die Zystitis (Blasenentzündung) ein typisch weibliches Frauenleiden. Das liegt an der unterschiedlichen Anatomie der Geschlechter. Während die Harnröhre der Frauen gerade mal vier Zentimeter lang ist, kann die der Männer bis zu 30 Zentimeter lang werden. Bakterien haben es daher schwerer, in deren Blase zu gelangen. Dennoch kann auch das männliche Geschlecht von dem Infekt heimgesucht werden. Schaffen es die Erreger bis zur Blase, kann es richtig unangenehm werden: Brennender Schmerz beim Urinieren, ständiger Harndrang und leichtes Fieber sind typische Symptome. “Viele Männer nehmen diese Krankheitszeichen leider nicht ernst und kommen oft erst in die Praxis, wenn die Blasenentzündung bereits fortgeschritten ist”, weiß DAK-Expertin und Allgemeinmedizinerin Dr. Waltraud Pfarrer. Bei den ersten Anzeichen heißt die Devise zunächst: Trinken, trinken, trinken, damit die Bakterien aus der Blase gespült werden. Besonders gut sind Blasentees, die desinfizierend und harntreibend wirken. Wenn die Schmerzen weiterhin bestehen, sollte der nächste Weg zum Arzt führen. Bleibt die Zystitis nämlich unbehandelt, kann sie sich zu einer Nierenbeckenentzündung ausweiten oder sogar chronisch werden. Bei Männern können zusätzlich über die Samenwege Infektionen der Prostata und der Nebenhoden und Hoden entstehen. Neben der Behandlung mit einem geeigneten Antibiotikum ist eine genaue Diagnostik sehr wichtig. “Oft stecken hinter einer Blasenentzündung beim Mann anatomische oder funktionelle Störungen”, erklärt Dr. Waltraud Pfarrer. “Deshalb ist es wichtig, sich beim Arzt durchchecken zu lassen.” Eine vergrößerte Prostata oder Harnröhrenverengungen können die Ursache für eine Blasenentzündung sein. Der Grund: Hormonelle Veränderungen ab dem 40. Lebensjahr lassen die Prostata wachsen bzw. gutartige Wucherungen an der Prostata entstehen. Diese engen die Harnröhre ein und beim Wasserlassen wird die Blase nicht mehr vollständig entleert. Der Restharn in der Blase bietet Bakterien so ideale Wachstumsbedingungen. Um einer Entzündung vorzubeugen, ist es deshalb vor allem für Männer mit Prostataleiden wichtig, mindestens zwei bis drei Liter täglich zu trinken. Kontakt: Michaela Freund-Widder, 040 2396-2335, michaela.freund-widder@dak.de Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.
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