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DAK
Nagelsweg 27 -31
20097 Hamburg Jedes elfte Kind benötigt eine Sprachtherapie / DAK: Vor allem Jungen müssen gefördert werdenPressemitteilung vom 21.10.2009
Etwa jedes elfte Kind in Deutschland wurde nach Angaben der DAK im vergangenen Jahr mit einer Sprachtherapie behandelt. „Fast zwei von drei Kindern sind nach unseren Auswertungen Jungen“, sagt DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz. Mehr als 820.000 Verordnungen gingen im Jahr 2008 bei den gesetzlichen Krankenkassen an Kinder, rund ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. „Dieser geringe Anstieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in einigen Bundesländern zweistellige Wachstumsraten verzeichnet wurden“, erklärt Bodanowitz. So stieg der Anteil der Kinder in Hamburg um 18,2 Prozent an, in Brandenburg um 12,5 Prozent. In Berlin betrug der Zuwachs 7,3 Prozent. Die DAK sieht die frühzeitige Behandlung von Sprachstörungen als wichtiges Ziel an, warnt aber zugleich vor einer zunehmenden Verlagerung von Bildungsaufgaben auf das Gesundheitssystem. "Vorschulische Förderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Beheben von Bildungsmängeln gehört nicht zum Versorgungsauftrag gesetzlicher Krankenkassen“, sagt Bodanowitz. Für die DAK stehe die frühzeitige und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung kranker Kinder im Vordergrund. Intensive Stotter-Behandlung setzt früher an So erfordern Sprachbehinderungen wie das Stottern nicht selten eine intensive Behandlung. Hier hat die Kasseler Stottertherapie Erfolge gezeigt. Dank einer neuen Vereinbarung können bei der DAK versicherte Kinder unter bestimmten Voraussetzungen schon ab sechs Jahren an dem Programm teilnehmen. „Es macht häufig Sinn, so früh wie möglich gegenzusteuern. Denn in der Schule wird das Stottern durch Hänseleien von Mitschülern verstärkt“, sagt Bodanowitz. Deutschlandweit gebe es etwa 130.000 stotternde Kinder und Jugendliche. Die DAK unterstützt zudem die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe bei der Produktion einer Aufklärungs-DVD im Rahmen der Selbsthilfe-Förderung, die Anfang kommenden Jahres fertig sein wird. Sie soll Betroffenen und Angehörigen Therapien und Bewältigungsstrategien aufzeigen. Zugleich sollen Lehrer und Erzieher mehr über das Stottern erfahren und Vorurteile abbauen.
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