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DAK
Nagelsweg 27 -31
20097 Hamburg Großteil der Eltern lässt Kinder impfenPressemitteilung vom 7.4.2009
DAK-Umfrage zeigt aber: Viele Mütter und Väter sind noch immer verunsichert Hamburg, 07. April 2009. Das Ergebnis scheint auf den ersten Blick erfreulich: 91 Prozent aller Eltern lassen ihre Kinder impfen. Das hat jetzt eine von der DAK und der Zeitschrift ELTERN in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage* ergeben. Acht Prozent finden es in Ausnahmefällen immerhin noch vertretbar. Aber ein Prozent aller Mütter und Väter würden ihre Kinder grundsätzlich nicht impfen lassen. „Das ist besorgniserregend, denn Impfungen sind die im Kampf gegen Kinderkrankheiten effektivsten Präventionsmaßnahmen, die wir haben“, erklärt DAK-Experte und Kinder- und Jugendarzt Dr. Gerhard Kroschke. „Aus diesem Grund sind wir Ärzte besonders verpflichtet, Eltern den Sinn der Impfungen zu erklären und Familien auf versäumte Impfungen hinzuweisen.“ Trotz zahlreicher Aufklärungskampagnen scheinen viele Mütter und Väter noch immer mehr Angst vor möglichen Nebenwirkungen der Impfung zu haben als vor den Krankheiten selbst. So glauben in einer weiteren DAK-Umfrage** 44 Prozent der Befragten, dass so genannte Mehrfachimpfungen den Organismus von Säuglingen überfordern, 41 Prozent denken dies hingegen nicht. „Die Sorge ist unbegründet, da die Menge der Antigene, also der Proteine, die beim Immunsystem Abwehrreaktionen hervorrufen, in den heutigen Impfstoffen so gering sind, dass das Immunsystems des Babys sehr gut damit fertig wird“, erläutert DAK-Arzt Dr. Gerhard Kroschke. „Wesentlich schlimmer sind die Folgen, die die Krankheiten verursachen können.“ Ein Beispiel dafür ist Masern. Nur 66 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, in Deutschland eine Impflicht für Masern einzuführen. 26 Prozent dagegen lehnen solch eine Pflicht ab. Dabei sind gerade Masern die am häufigsten verharmloste Erkrankung im Kindesalter. „Eine Masern-Erkrankung kann jedoch katastrophale Folgen haben“, warnt der DAK-Experte. „Denn Komplikationen wie Durchfall, Mittelohr- bzw. Hirnentzündungen können tödlich sein. Deshalb ist es wichtig, schwerwiegende Erkrankungen zu verhindern.“ Eltern, die möchten, dass ihre Kinder ihre Immunität ohne Impfung stärken, müssen wissen, dass es noch eine Vielzahl von Erregern gibt, die dem Kind behilflich sind, seine Immunitätslage auf natürlichem Wege zu trainieren und zu verbessern. Anlässlich der vom 20. bis zum 26. April stattfindende vierte Europäische Impfwoche der Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert die DAK deshalb an alle Eltern, ihren und den Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen und fehlende Impfungen so schnell wie möglich nachzuholen. In der Regel werden Kinder im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen geimpft. Doch Kinder, deren Eltern diese Untersuchungen versäumen, verpassen gleichzeitig auch die Impfung. Damit die empfohlenen Termine nicht vergessen werden, bietet die DAK ihren Versicherten einen kostenlosen Erinnerungsservice. Eltern können sich für diesen Service einschreiben lassen und werden dann automatisch und zeitnah an die bevorstehende U-Untersuchung erinnert. Insgesamt 13 verschiedene Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) derzeit für Kinder. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen. Informationen rund ums Impfen bietet auch die DAK-Broschüre „Impfen. Das sollten Sie wissen“. Sie ist kostenfrei in jedem DAK-Servicezentrum erhältlich. * Forsa-Umfrage im Dezember 2008 unter 1.008 Eltern von Kindern bis sechs Jahre. ** Forsa-Umfrage im Dezember 2008 unter 1.005 Befragten ab 18 Jahren. Zusätzlich bietet die DAK unter www.dak.de/impfen einen aktuellen Impfkalender zum Ausdrucken an. Kontakt: Michaela Freund-Widder, 040 2396-2335, michaela.freund-widder@dak.de Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloade
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