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DAK

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DAK zählt im Januar die meisten Behandlungen mit Antibiotika


Pressemitteilung vom 6.1.2010
Im Winterhalbjahr ein Drittel mehr Verordnungen / Erkältungen und Atemwegsinfekte meist von Viren verursacht

Zu Jahresbeginn werden die meisten Antibiotika verschrieben. Die DAK verzeichnete in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Januar Rekordwerte: So verordneten die Ärzte im Januar 2009 mehr als 4 Millionen Tagesdosen als Tabletten, Saft oder Infusion. Das waren doppelt so viele wie im „gesündesten“ Monat des vorangegangenen Sommers, im August 2008. Insgesamt werden im Herbst und Winter rund ein Drittel mehr Antibiotika verschrieben als im Frühjahr und Sommer.

Die meisten Erkältungen und Atemwegsinfekte werden von Viren verursacht. Oft ist die Einnahme von Antibiotika nicht nötig, da sie gegen Viren nichts ausrichten können. „Sofern kein Verdacht auf eine zusätzliche bakterielle Infektion besteht, sollten Erkältungen und leichte Atemwegsinfekte nicht voreilig mit Antibiotika behandelt werden“, sagt Dr. Waltraud Pfarrer, Allgemeinärztin bei der DAK. Diese Atemwegserkrankungen verlaufen meist mild und bedürfen lediglich der Linderung der Beschwerden, beispielsweise durch viel trinken, Brustumschläge, Erkältungsbäder, Inhalieren oder Nasenspülungen mit Salzlösungen.

Die Behandlung rein viraler Atemwegsinfekte mit Antibiotika kann die Entstehung von Resistenzen fördern. „Immer öfter wirken Antibiotika nicht mehr, da die Bakterien durch häufige und zu kurze Einnahme der Medikamente gelernt haben, den für sie einst tödlichen Stoff zu überleben“, sagt Pfarrer. Außerdem verursachen Antibiotika häufig Nebenwirkungen wie Durchfall oder Blähungen. Die Ärztin betont aber: „Vor allem bei alten oder chronisch kranken Menschen kann sich schnell eine bakterielle Infektion auf eine Virusinfektion aufpfropfen. Wenn sich die Beschwerden nach wenigen Tagen nicht bessern, muss ein Antibiotikum eingenommen werden, um Komplikationen wie eine Lungenentzündung zu vermeiden.“

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.

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