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DAK-Kinderthemendienst, Ausgabe IV


Pressemitteilung vom 16.10.2009
Ein Besuch im Tiergehege

Hamburg, 16. Oktober 2009. Bei ihrem Besuch im Wildgehege treffen Paul und seine Schwester Lina ihren Kinderarzt Dr. Gerhard Kroschke. Dr. Kroschke weiß viel darüber, wie Kinder gesund bleiben, und gibt deshalb der Krankenkasse DAK nützliche Tipps. In seiner Freizeit geht er gern ins Wildgehege – genau wie Paul und Lina. Denn von den Tieren können wir viel lernen. Zum Beispiel, wozu wir unseren Rücken brauchen und wie wir ihn fit halten. Besonders gut gefällt den dreien im Wildpark …

Balthasar, der Packesel: „Guckt mal! Hier steht, dass Esel in vielen Ländern immer noch als Transporttiere arbeiten, weil sie bis zu 40 Kilogramm Gewicht auf ihrem Rücken tragen können!“, liest Paul von einem Schild vor. „Arme Esel! Bekommen sie dann nicht fürchterliche Rückenschmerzen?“, fragt Lina. „Nein“, weiß Dr. Kroschke. „Die Eseltreiber haben einen Trick: Sie bepacken ihren Esel an beiden Seiten mit gleich viel Gewicht und schnallen es mit Riemen um den Bauch fest.“

Warum? Nur, wenn sie das Gewicht gleichmäßig auf dem Eselrücken verteilen, wird die Eselwirbelsäule gleichmäßig belastet und tut nicht weh. Natürlich seid ihr keine Packesel. Aber vielleicht kennt ihr das Gefühl vom Schulranzen-Tragen? Wer sein Schulgepäck immer lässig von einer Schulter baumeln lässt, der hat abends oft Rücken- und Schulterschmerzen. Deshalb macht’s wie die Eseltreiber: Schnallt euch den Ranzen über beide Schultern fest und tragt ihn möglichst dicht am Rücken.

Spieletipp von Dr. Kroschke: Huckepack nehmen
Lauft doch einmal zu viert ein kurzes Stück um die Wette. Dabei trägt immer ein Kind das andere Huckepack. Je fester sich der Reiter an euch klammert und je höher er auf eurem Rücken sitzt, umso leichter ist es, ihn zu tragen.

Hans, die Blindschleiche: Auf ihrem Weg zum Wolfsgehege kommen die drei an einem Baumstumpf vorbei. Darauf sonnt sich Hans die Blindschleiche. Hans ist keine Schlange, sondern eine Echse ohne Beine. Bei Gefahr schlängelt er sich schnell durch den Sand davon. Paul fragt sich: „Hat Hans überhaupt einen Rücken? Und wofür brauchen wir den Rücken eigentlich?“ Kinderarzt Dr. Kroschke erklärt: „Weil Hans keine Beine hat, ist es schwer zu erkennen, wo sein Rücken anfängt und wo er endet. Sein Rücken ist aber genau wie bei uns dazu da, den Kopf mit dem hinteren Körperende zu verbinden und den ganzen Körper zu stützen.“

Dazu besteht der Rücken aus Knochen, den so genannten Wirbeln, und Muskeln. Zwischen den Wirbeln liegen flache runde Polster, die Bandscheiben. Sie können Stöße abfangen. Hans braucht seine Rückenmuskeln, um sich fortzubewegen. Dazu formt er seinen Körper zu einer Schlangenlinie und drückt sich mit den kleinen Schuppen auf seiner Haut am Boden ab. „Als ihr noch nicht laufen konntet, habt ihr euch auch mit dem Bauch auf dem Boden bewegt. Beim Menschen nennt man das Robben“, sagt der Kinderarzt. „Manchmal macht ihr das bestimmt auch noch, zum Beispiel beim Versteckenspielen, damit ihr nicht entdeckt werdet.“

Spieletipp von Dr. Kroschke: Um die Wette robben
Bevor Kinder Laufen lernen, robben sie erst einmal auf dem Boden herum. Damit stärken sie die Rückenmuskeln und trainieren die Arme und Beine. Probiert es aus: Teilt euch in zwei Gruppen, legt euch mit dem Bauch auf den Boden (am Besten drinnen) und robbt um die Wette. Das hält den Rücken fit und macht viel Spaß.

Lupo, der Wanderwolf: Paul, Lina und Dr. Kroschke erreichen das Gehege von Lupo, dem Wanderwolf. Lina ist müde: „Mein Rücken zwickt vom vielen Laufen“, beschwert sie sich. „Schau mal, Lina: Hier steht, dass Wölfe täglich bis zu 50 Kilometer weit wandern“, ruft Paul. „Warum können Tiere so lange laufen, ohne Rückenscherzen zu bekommen?“, fragt Lina.

„Vor allem, weil sie vier Beine haben“, erklärt Kinderarzt Dr. Kroschke. „Bei Vierbeinern verteilt sich das Körpergewicht beim Laufen gleichmäßig auf den ganzen Rücken. Die Wirbelsäule federt die Bewegungen ab und sorgt dafür, dass das Gewicht nicht nur auf eine bestimmte Stelle drückt. Bei uns Menschen steht die Wirbelsäule senkrecht über dem Becken. Wenn wir laufen, wird die Wirbelsäule immer ein kleines bisschen zusammengedrückt, und mit der Zeit tut das im Rücken weh. Es ist daher gut, wenn eure Schuhsohlen eine Art Stoßdämpfermaterial enthalten. Das federt beim Laufen die Schritte ab und schützt den Rücken und die Knie vor zu starker Belastung.

Spieletipp von Dr. Kroschke: Fußball auf allen Vieren
Macht es doch auch mal wie die Tiere und bewegt euch auf allen Vieren. Dazu gibt es ein schönes Spiel, den Vier-Fuß-Fußball. Die Spielregeln sind dieselben wie beim normalen Fußball – nur müssen die Kinder nicht zweibeinig, sondern auf Händen und Füßen mit dem Bauch nach oben den Ball ins Tor schießen. Einzige Ausnahme: Der Torwart darf im Notfall seine Hände zur Abwehr nutzen.

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.

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