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DAK
Nagelsweg 27 -31
20097 Hamburg DAK: Im Advent steigt Verbrennungsgefahr bei KleinkindernPressemitteilung vom 26.11.2009
Zwei Drittel der Opfer sind jünger als vier Jahre / Kinder niemals mit brennenden Kerzen allein lassen / Leichte Verletzungen unter laufendem Wasser kühlen Kerzenschein, duftender Tee, Glühwein, Fondue – die Advents- und Weihnachtszeit kann sehr gemütlich sein. Aber auch gefährlich, besonders für Kleinkinder: Nach Angaben der DAK sind mehr als zwei Drittel der Kinder, die mit Verbrennungen und Verbrühungen im Krankenhaus behandelt werden müssen, jünger als vier Jahre. Die Kasse zählte im vergangenen Jahr 343 stationäre Fälle bei Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren, darunter waren 238 Säuglinge und Kleinkinder. Durchschnittlich mussten die Kinder sechs Tage in der Klinik bleiben. „Schon eine Tasse heißer Tee kann bis zu 30 Prozent der Haut eines Kleinkindes verbrühen. Lebensgefahr besteht bei Kindern bereits, wenn acht Prozent der Körperoberfläche verbrannt sind “, erläutert DAK-Kinderarzt Dr. Gerhard Kroschke. „Die Haut von Kindern ist dünner als bei Erwachsenen, wodurch tiefere Verletzungen entstehen. Besonders Verbrennungen durch Flammen gehen meist sehr tief – Kerzenflammen sind bis zu 1200 Grad heiß.“ Kleinkinder sind sehr neugierig. Offenes Licht zieht sie magisch an. Die DAK appelliert an alle Eltern, ihre Kinder nicht eine Sekunde mit brennenden Kerzen allein zu lassen. Heiße Getränke sollten immer außer Reichweite der Jüngsten stehen. Besondere Vorsicht ist auch bei herunterhängenden Tischdecken geboten, an denen Kleinkinder gern ziehen. Passiert dennoch ein Unfall, muss zügig gehandelt werden. Bei kleinen Verbrennungen rät Kroschke, die verletzten Hautregionen mindestens 20 Minuten unter laufendem Wasser (15 bis 20 Grad) zu kühlen. „Kälteres Wasser oder Eiswürfel schädigen die Haut noch mehr. Auch Hausmittel wie Butter, Puder oder Zahnpasta gehören nicht auf die Wunde. Denn sie halten die Hitze fest und lassen sich meist nur unter Schmerzen wieder entfernen“, erläutert der Kinderarzt. Schwerere Verletzungen müssen schnell ärztlich versorgt werden. Bis der Notarzt eingetroffen ist, heißt es: den Verletzten beruhigen, warm halten und nicht allein lassen. Bei Verbrühungen sollte die Kleidung rasch entfernt werden, bei schweren Verbrennungen dagegen nicht. Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.
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