Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen
ACHTUNG!
Die Krankenkasse "DAK" existiert nicht mehr.
Ihr Rechtsnachfolger ist die "DAK-Gesundheit"

DAK

Nagelsweg 27 -31
20097 Hamburg

DAK-Gesundheitsreport 2008 / Mehr Krankschreibungen durch Erkältungswelle / Studie zeigt: Männer vernachlässigen ihre Gesundheit


Pressemitteilung vom 12.2.2008
Berlin, 12. Februar 2008. Der Krankenstand stieg 2007 auf 3,2 Prozent, während er im Vorjahr bei 3,0 Prozent lag. „Der Krankenstand liegt immer noch auf einem niedrigen Niveau. In dem leichten Anstieg bereits eine Trendwende zu sehen, wäre überzogen“, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entwicklung. Ein DAK-Versicherter war 2007 durchschnittlich 11,5 Tage krank (2006: 11,0 Tage). 2007 meldeten sich 46,4 Prozent der Arbeitnehmer mindestens einmal krank – mehr als 2006 (44,2 Prozent). „Nach drei Jahren sinkender Krankenstände haben die Arbeitnehmer 2007 trotz Konjunkturbooms und hoher Anforderungen im Job ihr Verhalten nicht geändert. Es gibt keinen Beleg, dass Beschäftigte mehr blau machen“, betont Rebscher. Die differenzierte Analyse zeigt: Überdurchschnittlich gestiegen ist die Zahl der Fehltage aufgrund von Infektionen (plus 13 Prozent) und Krankheiten der Atemwege (plus 12,5 Prozent). Besonders deutlich fiel der Anstieg dabei von Oktober bis Dezember 2007 aus (plus 22 Prozent und plus 20 Prozent). Hauptursache für den steigenden Krankenstand waren offenbar eine frühe Erkältungswelle und Magen-Darm-Infektionen im vergangenen Herbst.

Die DAK hat die Krankschreibungen von 2,6 Millionen erwerbstätigen Mitgliedern ausgewertet. Die Arbeitnehmer waren 2007 mit 106 Fällen je 100 Versicherte deutlich häufiger krank als 2006 mit 99 Fällen. Es waren nicht nur mehr Beschäftigte krank, sondern Einzelne waren auch öfter arbeitsunfähig. Den DAK-Gesundheitsreport 2008 hat das IGES Institut erstellt.

Gesundheitsrisiko Mann?
In diesem Jahr hat die DAK besonders das Thema Mann und Gesundheit erforscht und namhafte Experten befragt. Ergebnis des Reports: Männer sind mit durchschnittlich elf Tagen pro Jahr einen Tag kürzer krank als Frauen. Männer leben jedoch riskanter und sterben rund sechs Jahre früher. Durch ihren Lebenswandel beeinflussen die Männer die Entstehung bestimmter Krankheiten. So sorgen Herz-Kreislauferkrankungen bei Männern für fast doppelt so viele Fehltage (5,8 Prozent) wie bei Frauen (3,3 Prozent). Der Herzinfarkt ist bei 45- bis 49-jährigen Männern die häufigste Todesursache. Die Krankheitstage aufgrund von Herzinfarkt übertreffen die der Frauen um das Fünffache. An Lungenkrebs und alkoholbedingter Leberkrankheit sterben mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen. Gründe: Männer rauchen mehr und konsumieren größere Mengen Alkohol. Überraschend: Männer waren 2007 rund fünfmal häufiger wegen Schlafstörungen im Krankenhaus als Frauen. Weiter auffällig ist, dass Männer öfter von Unfällen im Beruf, Straßenverkehr oder Freizeit betroffen sind: Brüche an den Händen verursachten bei ihnen mehr als drei Mal so viele Fehltage am Arbeitsplatz wie bei Frauen. Auch bei den Rückenschmerzen liegen die Männer mit 22 Prozent mehr Fehltagen vorn.

Depressionen: hohe Dunkelziffer bei Männern
Die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen stiegen bei Männern 2007 im Vergleich zu 2000 um 18,4 Prozent. Dies ist umso auffälliger, als das gesamte Volumen der Krankheitstage im gleichen Zeitraum um zehn Prozent zurück ging. Wichtigste Einzeldiagnose bei psychischen Erkrankungen ist die Depression. Bei Männern ist nach Ansicht der Experten von einer hohen Dunkelziffer bei dieser Krankheit auszugehen. Depressionen bleiben bei Männern häufiger unerkannt als bei Frauen, so die Experten. Männer neigen eher dazu, ihre depressiven Symptome nicht wahrzunehmen, sie zu bagatellisieren oder gar zu verleugnen. Auch zeigen Männer bei dieser Erkrankung häufiger andere Symptome wie beispielsweise Aggressionen, erhöhte Risikobereitschaft und Wutausbrüche. Frauen verhalten sich eher passiv und traurig. Ursache sind vermutlich andere Rollenerwartungen an das männliche Geschlecht. Die DAK appelliert, dass besonders die Haus- und Betriebsärzte sich stärker dem Phänomen „Männerdepression“ zuwenden.

Männer meiden Vorsorge
Laut einer repräsentativen Befragung der DAK achten über 50 Prozent der Männer auf ihre Gesundheit und ihre Ernährung. Werden Männer krank, gehen sie zum Arzt. Bei der Vorsorge zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nur jeder fünfte Mann nimmt alle zwei Jahre regelmäßig an der Gesundheitsuntersuchung Check-up 35 teil. Diese Vorsorge deckt unter anderem Herz-, Nieren- und die Zuckerkrankheit auf. Dagegen geht jede zweite Frau zum Check-up. Nur jeder vierte Mann nimmt die jährliche Krebsvorsorge wahr. Bei den Frauen sind es zwei von drei. „Männer bringen lieber ihr Auto zum TÜV als sich selbst zur Vorsorge anzumelden“, kommentiert Rebscher diese Zahlen. „Sie sind für finanzielle Anreize jedoch sensibler als Frauen. Der neue DAK-Wahltarif proBalance trägt diesem Ansatz Rechnung.“

Können spezielle Männersprechstunden die Vorsorgequote erhöhen? Immerhin jeder fünfte Mann hält laut Befragung eine derartige Sprechstunde bei typischen Männerkrankheiten für wichtig. Für 16 Prozent ist eine Behandlung von Mann zu Mann bedeutsam. Die Experten messen interdisziplinären Männersprechstunden den größten Bedarf bei.

Woran erkranken Beschäftigte?
Die prominenteste Rolle im Krankheitsgeschehen von Frauen und Männern spielen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Auf sie entfallen mehr als ein Fünftel (21,9 Prozent) aller Krankheitstage. An zweiter Stelle stehen die Erkrankungen des Atmungssystems mit einem Anteil von knapp 16,8 Prozent am Krankenstand. An dritter Stelle der wichtigsten Krankheitsarten stehen mit 14,3 Prozent die Verletzungen. Die psychischen Erkrankungen sind die viertgrößte Krankheitsart. 10,2 Prozent des Krankenstandes gingen auf psychische Erkrankungen zurück. Die Fehltage sind nach einem Stillstand in 2006 aktuell wieder gestiegen: Bei den Männern um 5,2 Prozent und bei den Frauen um 7,8 Prozent. An fünfter und sechster Stelle standen Erkrankungen des Verdauungssystems und des Kreislaufsystems mit Anteilen von 7,4 und 4,7 Prozent am Krankenstand.

Branchenergebnisse
Die Branchen mit den niedrigsten Krankenständen waren 2007 die Rechtsberatung/Wirtschaftsprüfung und die Datenverarbeitung mit 2,2 bzw. 2,1 Prozent. Unter dem Durchschnitt lagen auch die Krankenstände bei Banken und Versicherungen mit 2,6 Prozent, Bildung/Kultur/Medien mit 2,7 Prozent sowie im Handel und im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau mit jeweils 2,9 Prozent.

Den höchsten Krankenstand weist erneut das Gesundheitswesen mit 3,6 Prozent auf. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Belastungen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen unverändert hoch sind. An zweiter Stelle folgt die Öffentliche Verwaltung mit 3,5 Prozent und an dritter Stelle Verkehr und Nachrichtenübermittlung mit 3,4 Prozent.

Betrachtet man speziell den Unterschied von Männern und Frauen beim Krankenstand, so liegen die Krankenstände der Männer in den Branchen Baugewerbe, sonstiges verarbeitendes Gewerbe sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung nicht nur deutlich höher als der Durchschnitt aller DAK-Männer, sondern auch deutlich über dem Krankenstand ihrer weiblichen Kolleginnen in den jeweiligen Branchen.

Warum ist der Krankenstand im Osten höher?
Auch 2007 bestanden Unterschiede zwischen den Bundesländern: In den westlichen Bundesländern (mit Berlin) beträgt der Krankenstand durchschnittlich 3,0 Prozent (2006: 2,9 Prozent), in den östlichen Bundesländern 3,7 Prozent (2006: 3,5 Prozent).

Die DAK hat 2007 näher untersucht, warum der Krankenstand in den neuen Ländern über dem in den alten Ländern liegt. Ergebnis: Ein Teil der beobachteten Differenz zwischen Ost und West geht darauf zurück, dass in den neuen Bundesländern Versicherte bei leichten Erkrankungen eher zum Arzt gehen und ihre Krankmeldung („gelber Schein“) gewissenhafter bei der Krankenkasse einreichen. Außerdem gibt es in den neuen Ländern bei den DAK-Beschäftigten weniger Teilzeitkräfte, die generell ein niedriger Krankenstand kennzeichnet. Gewerbliche Arbeitnehmer, bei denen im Durchschnitt mehr Fehltage vorkommen, sind demgegenüber überrepräsentiert.

Private Krankenversicherung - die Alternative

Falls Ihr Bruttoeinkommen höher als 4.237,50 € im Monat ist oder Sie Selbstständiger, Freiberufler oder Beamter sind können Sie sich privat krankenversichern. mehr...

Zusatzversicherung ...

mehr...

Navigation
0.Startseite
1.gesetzlich versichert
 - Wahltarifrechner
 - Leistung
 - gesetzlich oder privat
2.Zusatzversicherung
3.privat versichert
4.im Urlaub versichert
5.Wechsel-Tipp
6.Up To Date - Mail
7.Weiterempfehlen
8.Google Gadget
Kasse der Woche


Schnellcheck

Sehen Sie schnell, welche Leistungen eine Krankenkasse anbietet.

Impressum | Werbung | Sitemap | Service | Neu: Partnerprogramm

© 1a - Krankenkassen - Übersicht gesetzliche Krankenkassen ( AOK, BKK, IKK, Ersatzkassen)