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Brennpunkt Blase


Pressemitteilung vom 21.7.2009
Im Sommer haben Blasenentzündungen Hochsaison

Hamburg, 21. Juli 2009. Ein paar Minuten zu lange im nassen Bikini, schmutzige Toiletten, ein frisches Lüftchen - und am nächsten Tag brennt es beim Wasserlassen. Für viele Mädchen und Frauen endet der Besuch im Freibad mit einer Blasenentzündung. Verantwortlich für diese Infektion sind Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen und dort eine Entzündung verursachen. Keime im Schwimmbecken spielen dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Eine Blasenentzündung passiert besonders leicht bei Nässe und Kälte. “Durch die feuchte Badebekleidung kann der Unterleib stark auskühlen und die Abwehrkräfte schwächen”, erklärt DAK-Expertin und Frauenärztin Dr. Christiane Kutter-Deest. “Die Bakterien haben nun leichte Angriffsmöglichkeiten. Außerdem lieben Bakterien ein feucht-schwüles Klima und vermehren sich so rasend schnell.“ Nach dem Schwimmen sollte man deshalb sofort die nassen Badesachen ausziehen, den Körper gut abtrocknen und in trockene Kleidung schlüpfen.

Die Blasenentzündung oder von Medizinern auch Zystitis genannte Infektion ist ein weit verbreitetes Leiden. Gerade Frauen erkranken wesentlich häufiger an einer Blasenentzündung als Männer - jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben. Das liegt an anatomischen Ursachen, denn die Harnröhre bei Frauen ist nur zwischen 2,5 und vier Zentimeter kurz und der Ausgang zur Harnröhre liegt im Scheideneingangsbereich, der immer von Bakterien besiedelt ist. So können beispielsweise auch beim Geschlechtsverkehr Bakterien vom Scheideneingang in die Blase gelangen. Typische Anzeichen für eine Blasenentzündung sind brennende Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, obwohl die Blase leer ist, übel riechender Urin und Schmerzen im Blasenbereich.

In den meisten Fällen ist eine Blasenentzündung ungefährlich. “Bei leichteren Entzündungen reicht es, viel zu trinken oder sich im Reformhaus einen harntreibenden Tee zu kaufen”, empfiehlt DAK-
Expertin Dr. Christiane Kutter-Deest. “Sie spülen die Bakterien aus dem Körper und der Reizzustand legt sich meist nach ein, zwei Tagen von selbst wieder.” Sobald die Beschwerden aber stärker werden, über mehrere Tage andauern, sich Blut bzw. Eiter im Urin befindet und Fieber hinzukommt, sollten Betroffene schnell einen Gynäkologen oder Urologen aufsuchen. “Eine verschleppte Harnwegsinfektion kann dramatische Folgen haben und letztendlich sogar lebensbedrohlich werden”, warnt die Frauenärztin. “Kritisch wird es nämlich, wenn die Entzündung auf die Nieren übergreift. Das kann zu einer schmerzhaften Nierenbeckenentzündung führen.” Eine akute bakterielle Zystitis behandelt der Arzt mit Antibiotika. Je nach Beschwerden kann er zusätzlich krampflösende Schmerzmittel geben.

Kontakt: Michaela Freund-Widder, 040 2396-2335, michaela.freund-widder@dak.de

Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.

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