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Bienen lieben Fallobst


Pressemitteilung vom 23.6.2009
Bei Insektengiftallergie sofort den Notarzt rufen

Hamburg, 23.06.2009. Sssss - jetzt surren und brummen sie wieder: Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen. Die Sommermonate sind die Hochzeit der kleinen Plagegeister, die uns das Leben so richtig schwer machen können. Denn der Stich von einer Wespe oder einer Biene kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch gefährlich werden. Rund vier Prozent der Bevölkerung reagiert nach Angaben des Verbandes Deutscher Allergologen allergisch auf das Insektengift. „Kreislaufbeschwerden und Herzversagen können für Betroffene dann die Folgen sein. Ist der Einstich etwa im Mund oder Rachen und schwillt extrem an, kann das sogar zum Ersticken führen. „Schon bei den ersten Anzeichen für eine solche allergische Reaktion sollte deshalb sofort der Notarzt gerufen werden“, rät DAK-Expertin und Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. Als Sofortmaßnahme hilft ein gelutschter Eiswürfel, um die Schwellung klein zu halten.

Für jeden Insektenstich gilt grundsätzlich: Der Stachel sollte vorsichtig mit einer Pinzette, langen Fingernägeln oder einer Messerkante herausgezogen werden. „Gerade der Stachel einer Biene oder Wespe darf nicht herausgerissen werden, denn dann würden Widerhaken in der Haut zurückbleiben und die Stelle kann vereitern“, erklärt Dr. Waltraud Pfarrer. „Danach sollte man den Stich so schnell wie möglich mit einem Eiswürfel oder einem nassen Tuch kühlen.“ Spezielle Salben und kühlende Gele lindern den Schmerz. Doch Vorsicht: Sie enthalten häufig Antihistaminika, die Allergien auslösen könnten. „Ganz wichtig ist auch, dass man danach den Insektenstich nicht aufkratzt, auch wenn es noch so juckt“, empfiehlt Dr. Waltraud Pfarrer. „Der Stich könnte sich infizieren und es kann zu einer wirklich schmerzhaften Entzündung kommen. Als altes Hausmittel hilft eine aufgeschnittene Zwiebel gegen den Juckreiz.“ Haben sich die Stiche dennoch entzündet, kann Arnika mit seiner entzündungshemmenden Wirkung nützen. Ist die Einstichstelle stark angeschwollen, kann eine Ruhigstellung des betroffenen Körperteils ebenfalls sinnvoll sein.

Wer ungestochen durch den Sommer kommen möchte, sollte einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Gut zu wissen ist zunächst, dass Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen nur dann angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Hektisches Herumfuchteln mit den Händen macht die kleinen Störenfriede erst recht aggressiv. Ruhe bewahren ist deshalb die weitaus bessere Variante. Um sich vor den stechenden Quälgeistern zu schützen, sollte man immer mit Schuhen unterwegs sein, wenn man über eine Wiese geht, denn sonst kann man leicht auf eine Biene oder Wespe treten. „Gleichzeitig sollte man auch die Nähe von überreifen Früchten und Fallobst meiden, denn Bienen und Wespen lieben diese süßen Leckereien“, rät Dr. Waltraud Pfarrer. „Bevor man sich ein Stück Kuchen oder ein Eis in den Mund schiebt, sollte man schauen, ob dort nicht eine Biene drauf sitzt.“


Kontakt: Michaela Freund-Widder, 040 2396-2335, michaela.freund-widder@dak.de


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