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DAK

Nagelsweg 27 -31
20097 Hamburg

Atemwegs- und psychische Krankheiten treiben Fehlzeiten hoch / Prognose für 2009 schwierig


Pressemitteilung vom 4.8.2009
Der Krankenstand der DAK-Versicherten ist im ersten Halbjahr 2009 auf 3,5 Prozent gestiegen. In den ersten sechs Monaten 2008 lag er noch bei 3,2 Prozent. Durchschnittlich fehlte ein Beschäftigter 6,4 Tage (2008: 5,9 Tage). Insbesondere Atemwegserkrankungen nahmen 2009 überproportional zu: 100 Versicherte blieben von Januar bis Juni durchschnittlich 133 Tage wegen Erkältung und Co. zu hause. 2008 waren es mit 111 Ausfalltagen noch 20 Prozent weniger. Auch psychische Erkrankungen legten mit 64 Tagen pro 100 Versicherte deutlich zu (Vorjahr 58). „Wir warnen vor voreiligen Schlüssen für das gesamte Jahr 2009“, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entwicklung. „Die Angst vor Jobverlust durch die Wirtschaftskrise, aber auch Einflüsse wie die Schweinegrippe oder nasskaltes Wetter im Herbst können den Krankenstand noch deutlich verändern.“ Die DAK hat in Kooperation mit dem IGES Institut eine vollständige Analyse der Krankmeldungen ihrer 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten im ersten halben Jahr vorgenommen. Das BMG hatte kürzlich aufgrund von weniger aussagekräftigen Stichtagserhebungen einen sinkenden Krankenstand für das erste Halbjahr 2009 gemeldet.

Durch den starken Anstieg lagen die Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 21,1 Prozent erstmals an der Spitze aller Erkrankungen. Es folgen Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 20 Prozent sowie Verletzungen mit 13,3 Prozent. An vierter Stelle liegen die psychischen Krankheiten. Sie haben im ersten Halbjahr 2009 einen Anteil von 10,1 Prozent am gesamten Krankenstand (2008: 9,9 Prozent).

Auch 2009 bestanden Unterschiede zwischen den Bundesländern: In den westlichen Bundesländern (mit Berlin) beträgt der Krankenstand durchschnittlich 3,3 Prozent (2008: 3,1 Prozent). Im Osten lag er bei 4,4 Prozent (2008: 3,9 Prozent).

Die DAK gehört zu den größten bundesweiten Krankenkassen mit sechs Millionen Versicherten und einem Haushaltsvolumen von 14 Milliarden Euro.

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