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Advent: Verbrennungsgefahr steigt


Pressemitteilung vom 23.11.2010
DAK: Die Hälfte der Unfälle passieren Kindern

Hamburg, 23. November 2010. „Vorsicht, heiß!“ Diesen Satz hören Kinder häufig in der Adventszeit. Leider oft zu spät. Vergangenes Jahr mussten im November und Dezember mehr als 100 DAK-Versicherte wegen Verbrennungen im Krankenhaus behandelt werden. Die Hälfte davon waren Kinder unter sechs Jahren.

Häufigste Ursache: Heiße Getränke
„Kinder verbrennen sich gar nicht so oft an Kerzen, sondern viel häufiger an heißen Herdplatten, Backöfen oder Getränken“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Eltern sollten den Forscherdrang ihres Kindes nicht unterschätzen und es nie allein beim Backen, Kochen oder mit Kerzen und Zündhölzern lassen. Auch heiße Getränke gehören nicht in die Reichweite von Kindern.“

Kinderhaut besonders empfindlich
Verbrennungen sind für Kinder besonders gefährlich. Denn ihre Haut ist dünner als die der Erwachsenen. So entstehen schneller tiefe Verletzungen. „Schon 60 Grad reichen bei einer gewissen Dauer aus, um Hautverbrennungen hervorzurufen“, warnt Thomas. „Lebensgefahr besteht bei Kindern bereits, wenn acht Prozent der Körperoberfläche verbrannt sind.“ Allein eine Tasse Tee kann bis zu 30 Prozent der Haut eines Kindes verbrühen.

Erste Hilfe: Wunde mit kaltem Wasser kühlen
Sollte es zu einem Unfall kommen, muss zügig gehandelt werden. Schwerere Verletzungen müssen schnell ärztlich versorgt werden. „Bis der Notarzt eingetroffen ist, die Wunde möglichst nicht berühren und unter laufendem kalten Wasser rund 20 Minuten kühlen“, empfiehlt die DAK-Ärztin. „Das Kühlen verhindert, dass die Verbrennungen auch in tieferen Hautschichten Schäden verursachen.“ Thomas rät von Salben, Puder oder Hausmitteln, wie Butter und Mehl, ab. „Sie helfen nicht, sondern gefährden die Heilung, weil sie mit der offenen Wunde verkleben.“ Kleidung sollte nur entfernt werden, wenn sie nicht fest klebt.

Insgesamt mussten vergangenes Jahr rund 700 DAK-Versicherte wegen Verbrennungen mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.

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