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Gemeinsam für die Patienten: St. Elisabeth-Hospital Herten schließt sich Behandlungskonzept bei Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken anPressemitteilung vom 3.6.2011
Eine neue Versorgungsform wird ab sofort den Patienten in Herten und Umgebung angeboten, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk benötigen. Sie profitieren von einem Vertrag zur Integrierten Versorgung zwischen dem St. Elisabeth-Hospital Herten, der BARMER GEK, medicos.AufSchalke Reha GmbH & Co.KG, der rehaklinik am Berger See und der Prisma Klinik am Park Bad in Bad Sassendorf. Im Jahr 2002 hat die BARMER GEK ihren ersten Vertrag zur Integrierten Versorgung geschlossen – also noch bevor die gesetzlichen Rahmenbedingungen hierfür geschaffen wurden. Seither macht sich die Kasse diese Erfahrungen zu Nutze. „Bei der Auswahl der Partner achten wir darauf, dass beispielweise die beteiligten Krankenhäuser die Qualitätsrichtlinien nach den Vorgaben der BQS (Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung) erfüllen oder wir hier beim St. Elisabeth-Hospital sogar übererfüllen. Das Haus in Herten hat alleine in 2010 rund 1.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt und ist damit in der Region führend. Wir achten auch auf hohe Kompetenz und innovative Konzepte der Partner im Bereich der Rehabilitation“, erläutert Bernd Kuß, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK Nordrhein-Westfalen. Insgesamt habe man die Erfahrung gemacht, dass die Patientenorientierung bei sektorübergreifenden Behandlungskonzepten viel höher – also besser am Patienten ausgerichtet sei. Auch ist die BARMER GEK überzeugt mit medicos.AufSchalke, der rehaklinik am Berger See und der Klinik am Park Bad Sassendorf sehr qualifizierte und an den Patienten orientierte Partner gefunden zu haben. Rund 840 Patientinnen und Patienten der BARMER GEK können nun in Herten und Umgebung von diesem Behandlungskonzept profitieren. Das Besondere an der sogenannten Integrierten Versorgung ist eine noch engere Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und stationären Bereich als Leistungserbringer und der BARMER GEK als Leistungsträger. Hierdurch wird eine nahtlose Versorgung von der ambulanten Behandlung bei den niedergelassenen Ärzten über die Einweisung in die Klinik und die Operation bis hin zur Anschlussrehabilitation sichergestellt. Von der zügigen Behandlungskombination profitiert natürlich auch der Heilungserfolg. Es entsteht keine zeitliche Lücke zwischen Krankenhaus und AHB- und Rehaklinik, die die Genesung verzögert, erläutert Frauke Balsters von der Klinik am Park in Bad Sassendorf. Ein gut abgestimmter Behandlungspfad sorgt für einen zügigen Übergang zwischen den Behandlungsphasen. Schon vor dem Krankenhausaufenthalt werden die Patienten auf die Zeit vor und nach der Operation vorbereitet. Frühzeitig erlernen die Patienten den angst- und schmerzfreien Umgang mit Unterarmgehstützen, die Sturzprophylaxe und den nötigen Luxationsschutz. Therapeutische Behandlungen schon vor dem OP-Termin und auch die Möglichkeit der wohnortnahen ambulanten Therapien nach der OP runden das Paket für mehr Lebensqualität der Patienten ab. „Die Vernetzung zwischen den Leistungserbringern erhöht die medizinische Qualität und verkürzt gleichzeitig die Gesamtbehandlungsdauer“, ist sich Norbert Köster, Geschäftsführer des St. Elisabeth-Hospital, sicher. „Durch die noch engere Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und dem stationären Bereich kann der individuelle Therapie- und Genesungsprozess des Patienten noch besser angepasst werden“, ergänzt Professor Dr. med. Ralf H. Wittenberg, Chefarzt der Orthopädischen Abteilung. Dieser individuelle Therapie- und Genesungsprozess steht auch bei der Anschlussrehabilitation im Mittelpunkt. Die Integrierte Versorgung ermöglicht einen flexiblen Rehabilitationsablauf. Je nach persönlichem Rehabilitationsbedarf werde eine wohnortnahe ambulante Rehabilitation oder eine stationäre Rehabilitation durchgeführt. „So kann die individuelle Situation der Patienten bestmöglicht berücksichtigt werden“, erklärt Dr. Ulrich Vieregge, Ärztlicher Direktor und Leiter Orthopädie im medicos.Auf Schalke. “Die gesamte Behandlungskette ist ohne wesentliche Schnittstellen organisiert, was eine maximale Sicherheit für den Patienten bietet. Die Erfahrung zeigt, dass über das Instrument „IV-Vertrag“ die höchste Wahrscheinlichkeit für ein optimales Behandlungsergebnis zu erreichen ist.“ Weitere Kontroll- bzw. Abschlussuntersuchungen bis zu 1 Jahr nach der Implantation gehören ebenfalls zu der Rundumversorgung. Die Patienten profitieren allerdings nicht nur von einer verbesserten medizinischen Versorgung, sondern auch von der Annehmlichkeit eines 2-Bett-Zimmers und weiteren kostenfreien Serviceleistungen der Vertragspartner. Auch werden sie finanziell entlastet. Die BARMER GEK beteiligt die teilnehmenden Patienten an der höheren Wirtschaftlichkeit. Patienten, die sich für diese Form der Versorgung entscheiden, bekommen ihre Zuzahlungen in einer Höhe von maximal 150 Euro erstattet. „Nur durch die Umsetzung neuer Versorgungsformen ist es möglich, unser Gesundheitssystem zukunftsfähig zu machen“, so Kuß. „Der nun geschlossene Vertrag ist somit ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unseres Gesundheitssystems.“
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