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Gesundheitswettbewerb „Wir knüpfen Netzwerke für mehr Bewegung“ beendetPressemitteilung vom 25.5.2011
Vier Gesundheitsprojekte aus Jena-Winzerla, Weißendorf bei Zeulenroda und aus den Landkreisen Greiz und Hildburghausen sind heute in Erfurt als Sieger des Gesundheitswettbewerbs „Wir knüpfen Netzwerke für mehr Bewegung“ ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Heike Taubert war im März 2010 anlässlich der 18. Thüringer Gesundheitswoche von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V (AGETHUR) ausgerufen worden. Unterstützt wurde dieser von den Thüringer Partnern AOK PLUS und dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit sowie darüber hinaus von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Gesundheitsinitiative IN FORM. Gesucht wurden lokale Projekte zur Gesundheitsförderung in zwei Teilbereichen. Im ersten Bereich „Bewegungskonzepte“ sollten nachhaltige Bewegungskonzepte entwickelt werden, die direkt vor Ort wirken oder umgesetzt werden können. Im zweiten Bereich „Netzwerke“ waren unterschiedlichste kommunale Ak-teure aufgefordert, zum Thema Bewegungsförderung gezielt zusammen zu arbeiten. Folgende vier Preisträger wurden heute im Beisein von Ministerin Taubert ausgezeichnet: · Preisträger im Bereich „Bewegungskonzepte“: Turnverein Weißendorf e.V. Der Turnverein hat gemeinsam mit der Praxis für Ernährungstherapie & Gesundheitsförderung Sindy Zimmermann aus Zeulenroda das „Gesundheitsnetzwerk Thüringer Vogt-land“ ins Leben gerufen. Ziel des Netzwerks ist eine nachhaltige Gesundheitsförderung für alle Bevölkerungsschichten und die Errichtung einer „Gesundheitsregion“ um Zeulenroda-Triebes, in der gesundheitsorientierte Angebote gebündelt werden. · Preisträger im Bereich „Bewegungskonzepte“: AWO-Jugendzentrum „Hugo“ aus Jena-Winzerla Das Jugendzentrum erhält den Preis für die Ausrichtung eines bewegungsorientierten Stadtteilfestes – des 1. Seifenkistenrennens Jena-Winzerla. Das Fest hat die Kinder und Jugendlichen über den sportlichen Wettstreit mit dem Thema Bewegung vertraut gemacht. Die Jugendlichen waren aktiv in die Vorbereitungen und den Bau der Seifenkisten einbezogen und erlebten Gemeinschaftsgefühl und gesellschaftliche Teilhabe. Zudem gelang es dem Jugendzentrum, unterschiedliche Akteure im Stadtteil zusammenzuführen. · Preisträger im Bereich „Netzwerke“: Landkreis Hildburghausen Der Landkreis hat gemeinsam mit Partnern ein „Netzwerk Gesundheit und Bewegung“ ins Leben gerufen. Dadurch nimmt er seine Verantwortung wahr, die Verhältnisse vor Ort für ein gesundes Bewegungsverhalten zu optimieren und arbeitet deshalb vernetzt mit verschiedenen gesundheitsorientierten Akteuren im Landkreis gemeinsam. · Preisträger im Bereich „Netzwerke“: Kreissportbund Greiz e.V. Im Landkreis Greiz haben sich Sportvereine, Gesundheitsämter und andere Einrichtungen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen im Jahr 2009 unter Federführung des Kreissportbundes Greiz e.V. in einem „Netzwerk Gesundheit und Bewegung“ zusammengeschlossen, um gemeinsam alle Menschen bis ins hohe Alter für einen gesunden und aktiven Lebensstil zu gewinnen. Ziel ist es, qualifizierte Gesundheitssportangebote in den Sportvereinen einer breiten Masse der Bevölkerung bekannt und zugänglich zu machen. Alle bestehenden Gesundheitsangebote sind in einem „Wegweiser Gesundheits-sport“ zusammengefasst. Jeder Gewinner erhält ein zweckgebundenes Preisgeld über 2.500 Euro für sein Projekt sowie das Prädikat „Aktiv für Gesundheitsziele in Thüringen“. Im Jahr 2013 wird die Entwicklung der prämierten Projekte dann nochmals überprüft, um auch darüber hinaus das Prädikat weiter führen zu dürfen. „Körperliche Aktivität ist zweifellos einer der wichtigsten Faktoren für eine gute Gesundheit. Leider ist diese Erkenntnis noch lange nicht im ausreichenden Maße im Alltagsverhalten der Menschen angekommen. Ein öffentlicher Wettbewerb ist daher ein guter Weg, dem Thema mehr Aufmerksamkeit und mehr gesundheitspolitisches Gewicht zu geben“, erklärt Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert. „Die vier ausgezeichneten Projekte zeigen vorbildlich, wie unterschiedliche Partner ihre verschiedenartigen fachlichen Kompetenzen aufeinander abstimmen, um das gemeinsame Ziel ‚Mehr Bewegung’ auf bestmögliche Weise zu erreichen. Die Preisträger machen deutlich, wie kommunale Gesundheitsförderung aussehen kann und aussehen sollte.“ AOK-Geschäftsführer Matthias Dusel sagt anlässlich der Siegerprämierung: “Dieser Wettbewerb fand zum ersten Mal in Thüringen statt und wir haben uns sofort entschieden, ihn zu unterstützen. Denn er wirkt ganz gezielt dort, wo unsere Versicherten sind - mitten im Leben. Erfolgreiche Gesundheitsförderung muss die Menschen in ihrem Lebensumfeld abholen. Wie das funktionieren kann, zeigen uns die heute geehrten Siegerprojekte auf vorbildliche Weise. Dieser Wettbewerb ist damit ein weiterer Baustein in der Reihe unserer Präventionsangebote, mit denen wir jährlich mehr als 150.000 Menschen im Freistaat erreichen.“ Hintergrund des Wettbewerbs ist der zunehmende Bewegungsmangel auch in der Thüringer Bevölkerung. „Unser Anliegen war es daher, alle in der Gesundheitsförderung verantwortlichen Personen, also Landkreise, Kommunen, einzelne Stadtteile, aber auch Vereine und Institutionen, zur gegenseitgen Vernetzung aufzurufen, um ein noch breiteres Bewegungsangebot für die Menschen in Thüringen zu schaffen“, erklärt Dr. Eva-Maria Hähnel, Geschäftsführerin der AGETHUR. „Gesundheitsförderung vor Ort gelingt am besten unter Einbezug aller. Auf diesem Weg werden Synergien genutzt und unkoordiniertes Handeln vermieden.“
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