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85 Prozent der Thüringer Suchtkranken in der Selbsthilfe bleiben ohne Rückfall


Pressemitteilung vom 25.10.2011
n Thüringer Suchtselbsthilfegruppen ist die Alkoholabhängigkeit die mit Abstand am häufigsten thematisierte Sucht. Das besagt die „Erhebung der Suchtselbsthilfe in Thüringen 2011“, die heute in Erfurt gemeinsam von der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. (TLS e.V.) und der AOK PLUS vorgestellt wurde. Die Umfrage zeigt zudem, dass knapp zwei Drittel der Teilnehmer in den Thüringer Suchtselbsthilfegruppen Männer sind, mit 82 Prozent befindet sich der überwiegende Teil der Gruppenbesucher im arbeitsfähigen Alter. Schwerpunktthema in der Selbsthilfearbeit ist die Vermeidung eines Rückfalls. Erfreulicherweise blieben 85 Prozent der in einer Selbsthilfegruppe engagierten Suchtkranken im Jahr 2010 rückfallfrei.

„Diese Zahl zeigt die Stärke der Selbsthilfearbeit bei der gemeinsamen Bearbeitung der Abhängigkeitserkrankung. Mit über 160 Suchtselbsthilfegruppen und ihren aktiven Mitgliedern bilden diese durch ihr ehrenamtliches Engagement einen wichtigen Bestandteil des Suchthilfesystems in Thüringen“, sagt Manfred Fiedelak, Vorstandsvorsitzender der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V.

Die Erhebung war im Zeitraum von Mai bis Juni 2011 unter den rund 160 Suchtselbsthilfegruppen mit insgesamt 2.500 Teilnehmern im Freistaat durchgeführt worden und erfragte Daten aus dem Jahr 2010. Die AOK PLUS unterstützt die Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. im Rahmen ihres Selbsthilfe-Engagements mit 16.000 Euro – davon 2.000 Euro speziell für die Erstellung der Selbsthilfe-Erhebung. Insgesamt fördert die Kasse in diesem Jahr die Selbsthilfestrukturen in Thüringen mit 500.000 Euro.

„Wir sehen in der Unterstützung der Selbsthilfe einen Baustein zu mehr Lebensqualität unserer Versicherten, zur Stärkung der Eigeninitiative und Wahrung ihrer Rechte“, erklärt AOK-Regionalgeschäftsführer Ulrich Wich. „Die Selbsthilfe braucht jede nur denkbare Unterstützung, deshalb werden wir auch in Zukunft an dieser Förderung festhalten. Im übrigen nicht nur finanziell, sondern z.B. durch kostenlose Bereitstellung von Räumen, der Hilfe bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe oder der Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit.“

Die Erhebung dient allen imThüringer Gesundheitswesen arbeitenden Institutionen als Informationsmaterial.

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