Krankenkassen im Vergleich - 1A-Krankenkassen

AOK Bayern

Carl-Wery-Str. 28
81739 München

Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher


Pressemitteilung vom 20.4.2011
AOK Bayern: Mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen

Im Freistaat liegt nach Angaben der AOK Bayern der Krankenstand von Pflegekräften um mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten. Die AOK-versicherten Pflegeheimmitarbeiter wiesen 2010 eine Quote von 5,5 Prozent krankheitsbedingter Fehlzeiten auf, während sich der bayernweite Durchschnitt auf 4,2 Prozent belief. Nach Erkenntnissen einer AOK-Studie sind bei Mitarbeiter/innen in der Altenpflege besonders lange krankheitsbedingte Fehlzeiten wegen Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat und psychischer Erkrankungen zu verzeichnen. „Die Mehrheit der Betroffenen sieht dabei einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und Arbeitsbelastung,“ so Werner Winter, Berater für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Bayern. Die Tätigkeit in Pflegeheimen sei hauptsächlich durch schweres Heben und Tragen, häufiges Bücken sowie langes Stehen und Gehen sehr belastend. Darüber hinaus bringe der Beruf auch hohe psychische Anforderungen mit sich.

Um die Situation von Pflegekräften zu verbessern, erweitert die AOK Bayern jetzt ihr landesweites Programm bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen und unterstützt diese mit gezielter Prävention. Dazu bietet die AOK Bayern in Pflegeeinrichtungen spezielle Rückentrainings, Workshops zur Burn-Out-Vermeidung oder Stress-Management-Programme an. „Mit dem landesweiten Programm für die Pflegeberufe widmen wir uns in der Betrieblichen Gesundheitsförderung erstmals gezielt einer bestimmten Branche,“ ergänzt Winter.

Bereits 2010 haben sich mehr als 100 Pflegeheime für ein Projekt zur Betrieblichen Gesundheitsförderung mit der Gesundheitskasse entschieden. „Mit erprobten Maßnahmen und dem Erfahrungswissen der AOK-Experten werden betriebsspezifisch und gemeinsam mit den Betroffenen arbeitsbedingte Gesundheitsbelastungen analysiert und Lösungen entwickelt sowie deren Wirksamkeit geprüft“, so Winter. Die Beteiligten profitieren ersten Analysen zufolge bereits von Verbesserungen beim Gesundheitsverhalten der Beschäftigten, bei der innerbetrieblichen Kommunikation, beim Betriebsklima und bei der Arbeitsorganisation.

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